Barsinghausen. Am Sonntag, 13. September, finden in Niedersachsen die Kommunalwahlen statt. Auch in Barsinghausen wählen die Bürger einen neuen Rat. Mit diesen Standpunkten positionieren sich die Parteien und Wählergemeinschaften.
Am 13. September gibt es einiges zu wählen. Neben Regionsversammlung und neuem Regionspräsidenten, geht es in Barsinghausen auch um einen neuen Stadtrat. Um die Positionen der verschiedenen Parteien und Wählergemeinschaften herauszufinden, hat die Redaktion den Parteien verschiedene Fragen gestellt. Jeden Werktag wird eine Frage von den Parteien beantwortet, sodass die Antworten direkt verglichen werden können.
Wie wird Barsinghausen optimalerweise in 5 Jahren aussehen?
UWG: "Das hängt u. a. davon ab, wie sich Mehrheiten für sinnvolle und notwendige Dinge im neuen Rat finden lassen. Viel ist in der ablaufenden Ratsperiode nicht geschehen, wenn man mal von dem notwendigen Neubau der Stedler Schule am alten Standort, welche nur durch das Abstimmungsverhalten 2019 der Ratsherren Neugebauer und Hafemann möglich wurde, absieht."
AfD: "Die finanzielle Lage der Kommunen ist vor allem als Folge bundespolitischer Entscheidungen zu sehen. Ursachen sind unter anderem die Energiepolitik, Migration, die Corona-Maßnahmen, Ausgaben im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg, Sanktionen gegen Russland, die Verkehrswende sowie das Heizungsgesetz. Kommunen könnten diese Entwicklungen nicht ausgleichen. Uns erstaunt die Naivität Ihres Fragenkatalogs. Kommunen sind nicht in der Lage, die Folgen einer Planwirtschaft abzufedern."
SPD: "Wir werden den begonnenen Weg, den Sanierungsstau abzuarbeiten, weiter beschreiten. Dazu gehören gute Schulen, Treffpunkte für Jugend und Senioren und Sporttreibende. Und natürlich auch die geplanten Maßnahmen bei der Feuerwehr und die weitere Sanierung der kommunalen Straßen. Im Rat haben wir zur städtebaulichen Entwicklung einen Grundsatzbeschluss auf den Weg gebracht. Am Ende werden wir vom sanierten Ziegenteich über die WSS mit Stadtbücherei und Ratssaal bis Volkers Hof eine völlig neue Innenstadt erleben."
CDU: "Barsinghausen ist in fünf Jahren finanziell solide, wirtschaftlich stärker und für Familien attraktiv. Der Investitionsstau wurde konsequent angegangen, Schulen und Kitas haben Vorrang erhalten und die Innenstadt ist wieder belebt. Die Ortsteile werden stärker eingebunden, das Ehrenamt besser unterstützt und neue Arbeitsplätze geschaffen. Unser Ziel ist eine Stadt, die gestaltet statt verwaltet wird und auch kommenden Generationen Perspektiven bietet."
Grüne: "Die Wilhelm-Stedler-Schule feiert das 5-jährige Bestehen, weitere Grundschulen werden modernisiert und die Sanierung des Schulzentrums am Spalterhals ist vorangeschritten. Die Stadt erreicht die Klimaschutzziele, weil mehr aus Wind und Sonne gewonnen wird.Die Landesstraße von Bantorf nach Egestorf ist ausgebaut - für alle, die zu Fuß, mit dem Rad oder dem PKW unterwegs sind. Das Jugendparlament hat fünf Jahre erfolgreich gearbeitet. In der Stadt leben alle Generationen friedlich miteinander."
FDP: "Die FDP will Barsinghausen als lebenswerte, wirtschaftlich starke und nachhaltige Stadt weiterentwickeln. Solide Finanzen sollen wichtige Leistungen dauerhaft sichern. Im Fokus stehen ausreichend Kita-Plätze, bezahlbarer Wohnraum für alle Generationen sowie eine attraktive Innenstadt. Ziel ist eine Kommune, in der sich Familien, junge Menschen und Senioren gleichermaßen wohlfühlen und die Tradition und Fortschritt miteinander verbindet."
AfB-WG: "Barsinghausen soll eine lebenswerte Stadt für alle Generationen sein: mit soliden Finanzen, starken Ortsteilen, guten Bildungs- und Betreuungsangeboten, einer lebendigen Innenstadt, aktiven Vereinen und attraktiven Arbeitsplätzen. Bürgerinnen und Bürger sollen stärker beteiligt werden und erleben, dass ihre Ideen die Entwicklung der Stadt mitgestalten."
Die Linke: "Die Linke steht für eine demokratische, feministische und solidarische Stadtgesellschaft. Wir kämpfen für Fürsorge, Gerechtigkeit, gute Bildung und Wohlstand für alle. Das Wichtigste in den kommenden fünf Jahren und darüber hinaus ist das entschlossene Engagement gegen den Klimawandel, Faschismus, Kapitalismus, Rassismus, Umweltzerstörung und das Patriarchat – in den Parlamenten und auf der Straße."
Weitere Fragen und Informationen zur Kommunalwahl, wird es in unserem Print-Magazin "Barsinghausen Life Magazin" geben.

