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Kommunalwahl 2026 in Barsinghausen: Braucht es mehr bezahlbaren Wohnraum und wo? (3/7)

Quelle Logos: jeweilige Partei.

Barsinghausen. Am Sonntag, 13. September, finden in Niedersachsen die Kommunalwahlen statt. Auch in Barsinghausen wählen die Bürger einen neuen Rat. Mit diesen Standpunkten positionieren sich die Parteien und Wählergemeinschaften.

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Am 13. September gibt es einiges zu wählen. Neben Regionsversammlung und neuem Regionspräsidenten, geht es in Barsinghausen auch um einen neuen Stadtrat. Um die Positionen der verschiedenen Parteien und Wählergemeinschaften herauszufinden, hat die Redaktion den Parteien verschiedene Fragen gestellt. Jeden Werktag wird eine Frage von den Parteien beantwortet, sodass die Antworten direkt verglichen werden können.

Braucht es mehr bezahlbaren Wohnraum und wo?

Grüne: "Ja! Die Stadt kann das fördern, indem z. B. in Baugebieten feste Quoten für sozialen Wohnungsbau festgelegt werden. Bezahlbarer Wohnraum heißt Wohnraum mit geringen Nebenkosten, mit guter Infrastruktur, kurze Wege, ÖPNV-Ausbau usw. Dazu gehört die kommunale Wärmeplanung als ein Instrument. Bezahlbarer Wohnraum heißt auch, dass freie Wohnungen auf den Markt kommen und für Menschen mit kleinen Einkommen zur Verfügung stehen. Hier könnte die Stadt Projekte mit dem Verband Wohneigentum initiieren."

FDP: "Barsinghausen braucht mehr bezahlbaren Wohnraum für Familien, Alleinerziehende, junge Erwachsene und Senioren. Die FDP setzt auf eine behutsame Nachverdichtung sowie die Nutzung brachliegender Flächen in der Kernstadt und den Ortsteilen. Neben Einfamilienhäusern sollen auch Mehrfamilienhäuser entstehen. Wichtig seien zudem eine gute Infrastruktur, kurze Wege und einfache Vergabeverfahren, um Bauprojekte schneller umzusetzen. Komplizierte Vergabeverfahren wie am „Hartjehäuser Weg“ müssen vermieden werden."

AfB-WG: "Ja. Barsinghausen soll moderat wachsen: Innenentwicklung, Nachverdichtung und Nutzung bestehender Flächen vor Neuversiegelung. Bezahlbarer Wohnraum wird besonders für Familien, Azubis und Senioren benötigt. Geeignete Bereiche liegen in der Kernstadt und gut angebundenen Ortsteilen, immer mit Blick auf Infrastruktur und Verkehr- auch soziale Angebote müssen mitgedacht werden."

Die Linke: "Immer weniger Menschen finden bezahlbaren oder gar günstigen Wohnraum. Kommunale und genossenschaftliche Wohnungsbaugesellschaften sind der beste Weg, dauerhaft günstige Wohnungen anzubieten. Wir setzen uns für den kommunalen Wohnungsbau ein und fordern, Mietwucher nach geltendem Recht (§5 WiStG) konsequent zu ahnden. Um den Wohnungsmarkt schnell zu entspannen, schlagen wir für die Suche nach passendem Wohnraum eine kommunale Wohnungstauschbörse "Jung gegen Alt" vor."

UWG: "Allein schon die Definition des Begriffs „bezahlbarer Wohnraum“ ist schwammig. Bei den heutigen Bauerstellungskosten können keine Mieten wie vor 20 Jahren erwartet werden. Grundsätzlich ist jeder Wohnraum „bezahlbar“ – nur eben nicht für jeden. Es wird immer Angebote im niedrigen Spielraum geben (Altobjekte). Die UWG ist dafür, Anreize (z. B. temporären Erlass von Grundsteuern) zu schaffen, um Baulücken oder sehr große Grundstücke einer Bebauung zuzuführen, anstatt Neubaugebiete zu erschließen. Auch sollte die Umwidmung von leerstehenden Gewerbeeinheiten in Wohnraum baurechtlich erleichtert werden."

AfD: "Die finanzielle Lage der Kommunen ist vor allem als Folge bundespolitischer Entscheidungen zu sehen. Ursachen sind unter anderem die Energiepolitik, Migration, die Corona-Maßnahmen, Ausgaben im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg, Sanktionen gegen Russland, die Verkehrswende sowie das Heizungsgesetz. Kommunen könnten diese Entwicklungen nicht ausgleichen. Uns erstaunt die Naivität Ihres Fragenkatalogs. Kommunen sind nicht in der Lage, die Folgen einer Planwirtschaft abzufedern."

SPD: "An der Egestorfer Straße neben der Krawatte, an der Wilhelm-Heß-Straße und an der Stoppstraße (Gesundes Zentrum) entstehen in den nächsten Jahren geförderte Wohnungen. In Nordgoltern und in Landringhausen werden neue Wohngebiete entstehen, die Planung ist hier noch offen. Grundsätzlich hat für uns Innenverdichtung den Vorrang vor der Ausweisung neuer Baugebiete im Außenbereich. Das Thema bezahlbarer Wohnraum behalten wir dabei weiter im Auge."

CDU: "Ja. Bezahlbarer Wohnraum bleibt eine zentrale Aufgabe. Wir setzen auf Innenentwicklung vor Außenentwicklung: Baulücken, Brachflächen und bestehende Potenziale sollen zuerst genutzt werden. Schwerpunkt bleibt die Kernstadt mit guter Infrastruktur und Bahnanbindung. Ergänzend brauchen auch die Ortschaften Entwicklungsmöglichkeiten für junge Familien. Mehr Wohnraum entlastet den Markt und hält Barsinghausen für alle Generationen attraktiv."

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