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Leserbrief: „Unsere Jugendwerkstatt LABORA hätte es verdient zu überleben!“

Symbolfoto.

Barsinghausen. Die Jugendwerkstatt in Barsinghausen steht vor dem Aus: Nach über zehn Jahren Arbeit wird das Angebot zum Ende des laufenden Schuljahres eingestellt. Dies teilte die Labora gGmbH in einer Mitteilung an Netzwerkpartner und Unterstützer mit. Hintergrund sind fehlende Finanzierungsmöglichkeiten und nicht vollständig belegte Plätze. Dazu ein Leserbrief von Rosemarie Struß und Dagmar Täger aus Barsinghausen.

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„Wir möchten nicht, dass unsere Jugendwerkstatt von LABORA so sang- und klanglos schließen muss!

Sie ist ein fester und verlässlicher Bestandteil von unserer Stadt. Hier wurden Perspektiven, Hoffnung, Zuversicht und Strukturen vermittelt. Eine tragende Säule für die Schwächsten unserer Gesellschaft.

Wir sind enttäuscht von Politik, Bürokratie, Zuständigkeiten und letztendlich auch von unserer Gesellschaft, dass die Jugendwerkstatt von LABORA nun unwiederbringlich geschlossen werden muss. Wir möchten uns bei der Belegschaft & der Geschäftsführung bedanken, dass sie diese wertvolle Arbeit mit den jungen Menschen seit 2014 in unserer Stadt geleistet haben! Und auch fortwährend für die Finanzierung gekämpft haben! Hier geht es um Menschen, Zukunft und Schicksale! Es ist sehr wichtig, dass den Jugendlichen frühzeitig unter die Arme gegriffen wird, damit auch sie ihren Platz in der Gesellschaft finden und eine Chance haben, eine Berufstätigkeit zu entwickeln.

Es ist sehr traurig, dass nun viele Jugendliche alternativ- und perspektivlos zurückgelassen werden.

Als wir mit unserer Unterschriftensammlung im Sommer 2023 schon um das Überleben der Jugendwerkstatt gekämpft haben, konnten wir in kürzester Zeit 350 Unterschriften sammeln. In unseren Gesprächen haben wir sehr viel Lob zur sinnvollen und stark nachgefragten Arbeit der Jugendwerkstatt gehört.

Es macht uns fassungslos und wütend zugleich, wie bei den sozial Schwachen gespart wird und sich so auch wieder neue Probleme auftun werden.

Die Jugendwerkstatt LABORA hat sich auch aktiv ins Stadtleben eingebracht, so z. B. mit einem Waschmaschinen Workshop für Kinder 2020 des Willkommenskreises der Mariengemeinde oder der Stuhlbemalungsaktion mit Versteigerung im Rahmen der Interkulturellen Woche 2021.“

Rosemarie Struß und Dagmar Täger

 

Leserbriefe geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich sinnwahrende Kürzungen vor. Nicht alle Zuschriften können veröffentlicht werden. Wer kommentieren möchte, kann das gern über die Kommentarfunktion unserer Facebook-Seite tun.

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