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Aus für Jugendwerkstatt in Barsinghausen: Angebot endet nach Schuljahr

Symbolfoto. Quelle: erstellt mit KI.

Barsinghausen. Die Jugendwerkstatt in Barsinghausen steht vor dem Aus: Nach über zehn Jahren Arbeit wird das Angebot zum Ende des laufenden Schuljahres eingestellt. Das teilte die Labora gGmbH in einer Mitteilung an Netzwerkpartner und Unterstützer mit. Hintergrund sind fehlende Finanzierungsmöglichkeiten und nicht vollständig belegte Plätze.

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Wichtige Unterstützung für junge Menschen

Seit 2014 betreibt die Labora gGmbH die Jugendwerkstatt in Barsinghausen. Das Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 27 Jahren, die aus unterschiedlichen Gründen keine reguläre Schule besuchen können oder noch keine berufliche Perspektive entwickelt haben.

Die Einrichtung bot ihnen eine wichtige Anlaufstelle, um neue Perspektiven zu entwickeln und den Weg in Ausbildung oder Beruf zu finden.

Wegfall der Jobcenter-Förderung

Eine entscheidende Veränderung gab es zum Jahresbeginn 2025: Das Jobcenter Region Hannover stellte die Finanzierung von zuvor zwölf Plätzen ein. Als Begründung wurde genannt, dass kein entsprechender Bedarf mehr für das Angebot in Barsinghausen gesehen werde.

Seitdem wurde die Jugendwerkstatt ausschließlich über Fördermittel des Europäischen Sozialfonds (ESF), der NBank, des Landes Niedersachsen, der Region Hannover sowie der Stadt Barsinghausen finanziert.

Vorgaben konnten nicht erfüllt werden

Mit der Förderung war jedoch die Auflage verbunden, insgesamt 16 Plätze vorzuhalten. Zehn dieser Plätze durften durch Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Schulpflicht belegt werden.

Gerade diese Plätze seien stark nachgefragt gewesen, heißt es in der Mitteilung. Aktuell gebe es sogar eine Warteliste sowie zahlreiche Anfragen für das kommende Schuljahr.

Dennoch gelang es trotz intensiver Gespräche mit verschiedenen Institutionen nicht, alle 16 Plätze dauerhaft zu besetzen oder zusätzliche Finanzierungsquellen zu erschließen.

Förderung läuft aus – Schließung unausweichlich

Die NBank teilte schließlich mit, dass eine weitere Förderung im Rahmen des Jugendwerkstättenprogramms unter diesen Bedingungen nicht mehr möglich sei.

Für die Jugendwerkstatt hat das weitreichende Konsequenzen: „Für uns und Sie, und vor allem für die Schüler, bedeutet das das AUS für die Jugendwerkstatt“, heißt es in der Mitteilung.

Große Betroffenheit im Team

Das Team der Jugendwerkstatt zeigt sich tief betroffen von der Entwicklung. Besonders schwer wiegt die Entscheidung vor dem Hintergrund der betreuten Jugendlichen.

„Vor allem vor dem Hintergrund von Jugendlichen, die ohne uns keine Alternative zu einem ‚regulären‘ Schulbesuch haben, fällt es uns unsagbar schwer, unser Angebot nicht mehr vorhalten zu können“, schreibt Geschäftsführerin Daniela Möhlenbrock.

Dank an Partner und Unterstützer

Abschließend bedankt sich das Team bei allen Partnern und Unterstützern für die langjährige Zusammenarbeit: „… für die gute Zusammenarbeit, viele Gespräche, kreative Ideen und Lösungen und vor allem die gegenseitige Wertschätzung, mit der es uns gelungen ist, junge Menschen zu motivieren und zu begeistern.“

Mit der Schließung endet ein wichtiges Unterstützungsangebot für junge Menschen in Barsinghausen.

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