Gehrden. Am Sonntag, 13. September, finden in Niedersachsen die Kommunalwahlen statt. Auch in Gehrden wählen die Bürger einen neuen Rat. Mit diesen Standpunkten positionieren sich die Parteien und Wählergemeinschaften. (Teil 7/7)
Am 13. September gibt es einiges zu wählen. Neben Regionsversammlung und neuem Regionspräsidenten, geht es in Gehrden auch um einen neuen Stadtrat. Um die Positionen der verschiedenen Parteien und Wählergemeinschaften herauszufinden, hat die Redaktion den Parteien verschiedene Fragen gestellt.
Nicht alle Parteien haben innerhalb der Frist auf die Fragen reagiert.
Ist Kultur aus Ihrer Sicht eine freiwillige Leistung, bei der in finanziell schwierigen Zeiten gespart werden kann – oder gehört sie zur Grundversorgung einer Stadt?
CDU: „Kultur gehört zur Grundversorgung. Sie schafft Identität, Begegnung und Lebensqualität. Auch bei knappen Mitteln braucht es eine stabile Basisförderung für Veranstaltungen, Vereine und kulturelle Initiativen, damit Gehrden lebendig bleibt und Angebote für alle Generationen bestehen. Kultur entsteht vor allem durch Menschen, die etwas auf die Beine stellen. Aufgabe der Stadt ist es, dafür gute Rahmenbedingungen und Orte zu sichern – insbesondere die Festhalle sowie attraktive öffentliche Räume.“
Grüne: „Kultur ist zwar eine freiwillige Leistung gehört für Grüne zur unverzichtbaren Grundversorgung, da eine Stadt ohne Kultur ihre Attraktivität verliert. Kulturorte sind Treffpunkte für alle Bürger*innen. Sie fördern den Dialog und die Demokratie. Kultur vermittelt Werte, regt zum Nachdenken an und bildet Bürger*innen weiter- wichtig für eine funktionierende Demokratie. Kultur macht eine Stadt attraktiv zum Leben und Arbeiten. Gehört zur Grundversorgung der Stadt.“
FDP: „Kultur ist rechtlich eine freiwillige, kommunale Leistung. Trotzdem gehört sie für die FDP zur Grundversorgung einer lebenswerten Stadt. Gerade in schwierigen Zeiten sollte Gehrden nicht pauschal bei Kulturangeboten sparen, sondern gezielt prüfen, welche Angebote besonders viele Menschen erreichen und den Zusammenhalt stärken.“
Die Linke: „Die Probleme der kommunalen Finanzen lassen sich nicht durch sparen lösen, sondern durch mehr Umverteilung, auf Landes- und Bundesebene. Die Kosten für Kultur fallen da praktisch nicht ins Gewicht, allein aus dieser Perspektive ergibt es keinen Sinn, bei Kultur zu sparen.“
SPD: „Kultur gehört für uns zur Grundversorgung einer lebenswerten Stadt. Sie schafft Begegnung, Bildung, Identität und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Deshalb darf sie in finanziell schwierigen Zeiten nicht pauschal zum Sparposten werden. Wir wollen Kulturveranstaltungen weiter fördern, Kooperationen mit lokalen Kunstschaffenden und Gewerbetreibenden erleichtern und kulturelle Orte wie den Pferdestall stärken.“
UWG: „Für die UWG gehört Kultur zur kommunalen Grundversorgung und darf bei finanziellen Engpässen nicht als Erstes gestrichen werden. Kultur ist in unserer Stadt kein „Nice-to-have“. Kultur stärkt gesellschaftlichen Zusammenhalt, Bildung und Identität. Sie ist Standortfaktor, unterstützt Jugendarbeit, Seniorenarbeit und Integration, zieht Familien an und belebt die Innenstadt. Deshalb setzt sich die UWG dafür ein, kulturelle Einrichtungen und Angebote zu schützen und weiterzuentwickeln.“ Die UWG reichte Ihre Antworten erst nach der Abgabefrist nach.

