Gehrden. Am Sonntag, 13. September, finden in Niedersachsen die Kommunalwahlen statt. Auch in Gehrden wählen die Bürger einen neuen Rat. Mit diesen Standpunkten positionieren sich die Parteien und Wählergemeinschaften. (Teil 6/7)
Am 13. September gibt es einiges zu wählen. Neben Regionsversammlung und neuem Regionspräsidenten, geht es in Gehrden auch um einen neuen Stadtrat. Um die Positionen der verschiedenen Parteien und Wählergemeinschaften herauszufinden, hat die Redaktion den Parteien verschiedene Fragen gestellt.
Nicht alle Parteien haben innerhalb der Frist auf die Fragen reagiert.
Viele Sportvereine kämpfen mit steigenden Kosten, fehlenden Ehrenamtlichen und teilweise veralteten Sportstätten. Wo sehen Sie den größten Handlungsbedarf?
SPD: „Am dringendsten sind verlässliche Kapazitäten und zukunftsfähige Sportstätten. Der Sportstättenbedarfsplan muss gemeinsam mit den Vereinen zügig fortgeschrieben und umgesetzt werden. Priorität haben die neue Drei-Feld-Halle am Delfi-Bad, die anschließende Sanierung oder der Neubau der bestehenden Halle sowie tragfähige Konzepte für das Delfi-Bad und die Sportanlagen in den Ortschaften.“
CDU: „Der größte Bedarf liegt in der Sanierung und Modernisierung der Sportstätten. Vereine brauchen verlässliche Förderung, Unterstützung des Ehrenamts und weniger Bürokratie. Wir wollen Trainingsbedingungen verbessern und die Infrastruktur zukunftsfähig machen, damit Vereine stark bleiben. Konkret stehen wir für eine moderne Dreifeldsporthalle, die Modernisierung des Sportheims Northen-Lenthe, den dauerhaften Erhalt der Sportstätten in allen Ortsteilen und die Sicherung des Delfi-Bads.“
Grüne: „Der größte Handlungsbedarf liegt bei der Gewinnung und Entlastung Ehrenamtlicher. Ohne Aktive kommt das Vereinsleben zum Stillstand. Größere Vereine brauchen bezahlte Verwaltungskräfte. Weniger Bürokratie und Formulare erleichtern die Vorstandsarbeit. Ehrenamt braucht mehr Anerkennung und bessere Aufwandsentschädigungen. Sportstätten müssen modernisiert werden. Stadt und Bund sollten Budgets bereitstellen. Sponsoring und Kooperationen mit Schulen und Unternehmen können neue Geldquellen sein.“
FDP: „Die Stadt sollte das Ehrenamt fördern, also Vereine bei der Gewinnung und Entlastung ehrenamtlich tätiger BürgerInnen unterstützen, Vereine bei Förderanträgen entlasten.“
Die Linke: „Der Standort für die neue Sporthalle ist jetzt beschlossen, und nachdem diese gebaut sein wird, kann die bestehende Halle an der OBS saniert werden. Die Politik hätte sich natürlich schon einige Jahre früher darum kümmern können. „
UWG: „Die UWG fordert, die seit 2016 bestehende Sportentwicklungsplanung endlich umzusetzen. Die Bedarfe sind bekannt, doch bislang wurde kaum etwas realisiert. Die neue Drei-Feld-Halle befindet sich nach zehn Jahren immerhin in der konkreten Planung. Sportstätten sollen transparent priorisiert und modernisiert werden. Zudem schlägt die UWG einen gemeinsamen Trägerverein von Stadt und Vereinen vor, um Ausbildung, Ehrenamt und Freiwilligendienste zu stärken.“ Die UWG reichte Ihre Antworten erst nach der Abgabefrist nach.

