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Drei Jahre als Schützenkönig: Manfred Nolte blickt auf emotionale Momente zurück

Schützenkönig Manfred Nolte.

Wennigsen. Seit drei Jahren ist Manfred Nolte (69) Schützenkönig. Beim Historischen Freischießen 2023 in Wennigsen errang er die Königswürde. Doch Nolte ist nicht der Einzige in seiner Familie, der sich dem traditionsreichen Fest verbunden fühlt.

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„Ich bin stolz, dass das Freischießen Tradition in unserer Familie hat“, erzählt Nolte im Gespräch. Schon sein Vater war 1954 als Adjutant dabei. Sein Bruder wurde 2008 Vizekönig und war zudem Kriegsminister. Auch die nächste Generation engagiert sich: „In diesem Jahr sind meine beiden Schwiegersöhne Christian Busch und Markus Borowczyk als meine Adjutanten dabei, und meine ältesten Enkelsöhne Max und Ole Borowczyk sind zum ersten Mal bei der Garde Weiß aktiv.“

Vom Posaunisten zum Schützenkönig

Seine eigene Laufbahn beim Freischießen begann Manfred Nolte in der Bataillonskapelle. „Ich blies 1973 die dritte Posaune“, erinnert er sich. 1979 wechselte er zur Garde Weiß und übernahm dort später auch Verantwortung als Hauptmann.

Dem Freischießen blieb er selbst dann treu, als ihn sein Berufsweg nach Sachsen-Anhalt führte. Der Volljurist und Diplom-Verwaltungswirt (FH) trat 1991 eine Stelle in der Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt an. Bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2020 pendelte er regelmäßig zwischen Wennigsen und Magdeburg.

„Aus dem Ruhestand wurde dann der Unruhestand“, sagt der 69-Jährige lachend. Heute gibt er bei verschiedenen Anbietern Seminare im Kommunal- und Verwaltungsrecht – sowohl online als auch in Präsenz. „Das macht mir viel Freude und ist mein „geistiges Anti-Aging-Programm.“

Emotionen bei der Proklamation

Besonders gerne erinnert sich Nolte an die Proklamation zum Schützenkönig. „Als das ganze Zelt voll war, die Leute auf den Stühlen standen und gejubelt haben. Meine Frau war mit dabei. Das war grandios“, erzählt er sichtlich bewegt.

Zu den Höhepunkten zählt für ihn auch die Nacht nach der Proklamation. Gegen halb drei Uhr morgens kamen Fahnenschwenker, Gardisten und einige Offiziere sowie zahlreiche Mitglieder der Bataillonskapelle zu seinem Haus. „Wir haben ca. 400 Eier gebraten, und ich habe mit meiner Frau getanzt. Besonders emotional wurde es, als die Batallionskapelle das sogenannte Schwenkelied, ein Menuett von Mozart, spielte und alle vier Fahnenschwenker das Fahnenschwenken für die Majestät zelebriert haben. „Ich hatte Gänsehaut“.

Ein besonderer Empfang in Hannover

Unvergessen bleibt für Nolte auch die Teilnahme am Schützenausmarsch in Hannover. „Die Garden nahmen einen Zug früher als wir. Als wir ankamen, standen alle drei Garden im Hauptbahnhof Spalier für den König, und die Bataillonskapelle spielte. Das war ein Schauspiel.“

Auch der anschließende Ausmarsch beim Schützenfest Hannover gehört für ihn zu den schönsten Erinnerungen seiner Amtszeit.

Gemeinschaft und Tradition im Mittelpunkt

In den vergangenen Jahren nahm Nolte regelmäßig an den Gardeabenden teil. Ein eigenes Versprechen löste er im August 2025 ein und veranstaltete ein Event für das Offizierskorps in Degersen. Auf dem Programm standen Bosseln, Freibier und Grillen. Gemeinsam mit seinem Vizekönig sorgte er für einen geselligen Nachmittag / Abend.

Nun blickt Nolte dem Historischen Freischießen 2026 entgegen, das vom 20. bis 23. Juni gefeiert wird. Am Montagabend wird sein Nachfolger proklamiert.

„Es ist eine schöne Tradition. Mit den Garden, Offizieren, den Pferden und den Kutschen, dem Landsturm und all den weiteren Posten. Diese Mischung ist ein Highlight.“

Kein kriegerischer Gedanke

Wichtig ist Nolte dabei, den eigentlichen Charakter des Freischießens hervorzuheben. „Der Grundgedanke des Freischießens ist kein kriegerischer. Es geht – wie beim jährlichen „trooping the colour“ im Juni in London - um eine alle drei Jahre stattfindende Parade des Batallions zu Ehren der Majestät von Wennigsen. Dazu gehörten auch die mit Blumen geschmückten Holzgewehre der Garden und Wander-/Spazierstöcke des Landsturms sowie die Böllerschüsse der Artillerie, die als Salutschüsse für den König abgegeben werden.

Dank an die Familie

Für seinen Nachfolger hat Manfred Nolte vor allem einen Wunsch: „Ich wünsche ihm genauso viel Freude als Schützenkönig, wie ich sie selbst hatte.“

Besonders dankbar zeigt er sich gegenüber seiner Familie: „Ganz besonders möchte ich meiner Frau Elisabeth danken, die mich stets unterstützt hat und seit 1975 an meiner Seite ist.“

Mit einem dreifach donnernden Vivat Hoch

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