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Nachhaltig leben und einkaufen in Laatzen

Bürgermeister Kai Eggert bei einem Rundgang über den Markt der Möglichkeiten. Quelle: Stadt Laatzen/Anke Weisbrich.

Laatzen. Beim "Markt der Möglichkeiten" zeigen 23 Aussteller im Park der Sinne, wie man nachhaltig leben und konsumieren kann. Jeder Mensch hat die Möglichkeit, sich durch eigenes Verhalten und nachhaltigen Konsum für bessere Umweltbedingungen sowie Lebensqualität von Produzenten einzusetzen. Dafür gibt es mittlerweile auch auf regionaler Ebene viele Initiativen und Erzeuger, die sich für den Klimaschutz engagieren. Beim "Markt der Möglichkeiten" am Freitag, dem 2. September, präsentierten Laatzener und regionale Firmen, Initiativen und Schüler-AGs sich und ihre Produkte und Ideen auf der Wiese an der Kulturbühne im Park der Sinne..

Mit dabei waren Informations- und Verkaufsstände zu Fair Trade und Fairkauf-Produkten mit Kaffee und Stoffwindeln, Kokosmatten und Teppichen, Trenntoiletten aus Holz und veganer Eiscreme. An vielen Ständen boten engagierte Bürger Beratung und Informationen zu Projekten in Laatzen und der Region, darunter der Eine-Welt-Laden, der Seniorenbeirat gemeinsam mit dem ehrenamtlichen Handwerkerdienst und dem Repair Café oder die Schreberjugend Laatzen. Die fleißigen Gärtnerinnen und Gärtner engagieren sich im Mitmachgarten und boten auf dem Markt eine Bastelaktion für "Grasköpfe" an. Zum Anbau von selbstgezogenem Obst und Gemüse informierten unter anderem auch die "Solidarische Landwirtschaft Hannover" SoLaWi und die "Grüne Arche" des BUND.

Die Stabstelle Nachhaltigkeit der Stadt Laatzen informierte über erste mögliche Schritte zu nachhaltigem Leben und präsentierte die Hannah, das kostenlos Lastenrad zum Mieten. Die Klimaschutzgruppe Algermissen präsentierte eine Balkonsolaranlage.

Fair gehandelte Kleidung wurde bei TogoColor angeboten, einem Projekt der deutsch-togoischen Mehimede Hempel-Tchonda. Die farbenfrohe Kleidung wird von jungen, talentierten Designern in Togo hergestellt. 5% der Umsätze der verkauften Kleidungsstücke fließen in die Ausbildung der Design-Schüler zurück, so dass sie sich eine berufliche Zukunft aufbauen können. Einige Aussteller zeigten darüber hinaus fantasievolle Upcycling-Ideen, wie die Schüler-AG der Albert-Einstein-Schule, mit selbst produzierten Wachstüchern, Frühstücksbeuteln, Fingernadelkissen und Abschminkpads. Organisiert hat die Veranstaltung und die Stände die Initiative "Konsum mit Herz und Verstand", eine Arbeitsgemeinschaft aus Laatzener Bürgerinnen, die sich für nachhaltigen Konsum und Müllvermeidung in Laatzen einsetzen.

Nach einer Umbaupause spielte eine Laatzener Band mit jungen Erwachsenen Livemusik auf der Kulturbühne. Die "Band ohne Namen" ist ein Projekt der Laatzener jungen Jazz- und Popmusikszene. Im Anschluss befragte der Jugendbeirat in einer Podiumsdiskussion Laatzener Politikerinnen und Politiker zu Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Fragen zur Zukunft. Mit Fragen wie "Was verstehen Sie unter Nachhaltigkeit?" oder "Was tun Sie im Alltag, um nachhaltig zu leben?" fühlten die Jugendlichen der Ratsprominenz auf den Zahn.

Gegen 20 Uhr präsentierte das solare Wanderkino Cinema del Sol ausschließlich mit Hilfe von Solarstrom das Film-Drama "Vielleicht lieber morgen". Der Jugendbeirat Laatzen hatte sich erfolgreich um eine der zwölf Vorstellung beworben, die von proklima und der Sparkasse Hannover gefördert werden. Die Veranstaltungen an diesem Tag wurden unterstützt von proklima - dem Klimafonds von enercity.