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Feuerwehren der Städte Hemmingen und Laatzen erhalten Verstärkung

Foto: Sebastian Schlund.

Laatzen/Hemmingen. Am Samstagmittag, 16. März, endete die erste modulare Grundlagenausbildung für die Feuerwehren der Städte Hemmingen und Laatzen. Was früher als Grundlehrgang bekannt war, wurde Anfang der 2000er Jahre zum "Truppmann Teil 1" Lehrgang reformiert. Rund 20 Jahre später hat das Land diese Ausbildung wieder überarbeitet und neue Vorgaben für die Ausbildung frischer Feuerwehrleute festgelegt. So entstand die modulare Grundlagenausbildung, die zwischenzeitlich auch als "modulare Truppausbildung" bezeichnet wurde.

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Die Städte Hemmingen und Laatzen haben schon lange gemeinsam die Grundausbildung für die Feuerwehr durchgeführt, was nun dazu führte, dass die ersten Einsatzkräfte diese neue Form erfolgreich abschließen konnten. Gunnar Krone, Stadtausbildungsleiter in Laatzen, und Nadine Kluge, Stadtausbildungsleiterin in Hemmingen, die diesen Lehrgang gemeinsam geplant und verantwortet haben, zogen ein positives Fazit.

Krone berichtet, dass von den 57 Nachwuchsfeuerwehrleuten alle die Qualifikationsstufe "Einsatzfähigkeit" erreicht haben. Dies ist angesichts der kurzfristigen Veränderungen vor Lehrgangsbeginn, der großen Anzahl der Teilnehmenden und der Herausforderungen, die jedes neue Lehrgangskonzept mit sich bringt, ein großartiges Ergebnis.
Es ist schön zu sehen, dass die Berufung zur Feuerwehr inzwischen viele Nachwuchskräfte begeistert. Diese sind auch keineswegs nur den klassischen Werdegang über Kinder- und Jugendfeuerwehr gegangen. Wie auch in den letzten Jahren ist ein Teil der Anwärter aus dem Feld der Quereinsteiger. Dieses Jahr war im Übrigen erstmals der größte Teil der Auszubildenden weiblich. Dies unterstreicht, dass die Feuerwehr schon lange keine reine Männerdomäne mehr ist und erfreut alle Beteiligten.
 
Der Lehrgang begann bereits am 20. Februar im Feuerwehrhaus Laatzen, wo die Teilnehmenden begrüßt und der neue Ablauf sowie das Online-Lernportal des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz vorgestellt wurden. Mit dem Angebot einer wöchentlichen "Sprechstunde" haben Kluge und Krone die Einführung beendet und die Nachwuchsfeuerwehrleute in das neue, digitale Selbststudium entlassen. An den Wochenenden wurde dann die Theorie des unterwöchigen Lernens in die Praxis umgesetzt.
Der erfolgreiche Abschluss aller Absolventinnen und Absolventen ist neben dem disziplinierten Lernen auch den 17 Ausbildenden zu verdanken, die sich neben ihren sonstigen Verpflichtungen die Zeit genommen haben, um ihr Fachwissen an die Auszubildenden weiterzugeben. Zusätzlich bedarf es jedoch noch weiterer Unterstützung. So hat zum Beispiel die Verpflegungscrew der Feuerwehrbereitschaft für das leibliche Wohl gesorgt und ein Supportteam mit Logistik sowie Ab- und Aufbau sichergestellt, dass alles reibungslos und zügig vonstattengeht. 
Die Grußworte der Gäste unterstrichen, wie viel Arbeit von allen Beteiligten investiert wurde.
Sowohl Jan Dingeldey, Bürgermeister der Stadt Hemmingen, als auch Friederike Otte, Vorsitzende des Rates der Stadt Laatzen, dankten den Teilnehmenden und allen Beteiligten für die Durchführung. Auch die beiden Stadtbrandmeister Sebastian Osterwald (Laatzen) und Marc Wehrmann (Hemmingen) richteten ihre Dankesworte an die frischen Feuerwehrleute und alle, die diesen Lehrgang möglich gemacht haben.

Mit einem letzten, gemeinsamen und leckeren Essen hat die Verpflegungscrew im Anschluss an die abschließenden Worte von Gunnar Krone das Ende des Leistungsnachweises eingeläutet.