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Keine Pause für die Feuerwehr

Foto: Senft

Laatzen.

Zu mehreren Einsätzen rückten die Ortsfeuerwehren Rethen und Laatzen am Donnerstag, 10. Mai, aus. Um 8.14 Uhr piepten die Melder bei den Ehrenamtlichen in Laatzen zum ersten Mal: Die Leitstelle meldete eine 80-jährige hilflose Person hinter Tür. Noch vor dem Abrücken kam ein Abbruch des Alarms, die Tür wurde schon geöffnet. Gegen Mittag und am Nachmittag rückte die Besatzung des Gerätewagen-Tier der Ortsfeuerwehr Rethen in die Straße Am Wehrbusch (Laatzen-Mitte) aus. Dort meldeten Bewohner verwaiste Entenküken. Die jungen Tiere wurden eingefangen und am nahen Stückenfeldteich ausgesetzt. Nach wenigen Minuten betreuten Entenpärchen den Nachwuchs.

Um 20.15 Uhr löschte eine Fahrzeugbesatzung der Laatzener Ortsfeuerwehr einen brennenden Restmüllbehälter auf dem Schulhof der Grundschule Im Langen Feld. Der Plastikcontainer schmolz zusammen, ein weiteres Gefäß sowie ein Baum wurden durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen. Ein Trupp unter Atemschutz löschte die Flammen. Gegen 20.50 Uhr waren die sieben Helfer wieder eingerückt.
Zur Ruhe kamen sie nicht, denn um 21.03 Uhr piepten die Funkmelder erneut, nun hieß die Meldung: "Flemingstraße, 7. Obergeschoss, Rauchwarnmelder piept, Brandgeruch". Sofort rückte ein Zug zu dem Hochhaus in Laatzen-Mitte aus. Vor Ort nahmen die Retter Brandgeruch wahr, eine Wohnung wurde gewaltsam geöffnet. Allerdings konnte kein Feuer entdeckt werden. Wegen der unklaren Lage wurde gegen 21.11 Uhr ein weiterer Zug der Ortsfeuerwehr Laatzen sowie die Ortsfeuerwehr Rethen nachalarmiert. Die drei Rethener Fahrzeuge mit 19 Helfern Besatzung gingen in Höhe des Kreisel in Bereitstellung. Die nachgerückten Laatzener untersuchten mit der Wärmebildkamera die Wohnung. Nach genauer Kontrolle der Zimmer entdeckten die Helfer einen Versorgungsschacht in der Küche. Durch diesen war Rauch aus einer Wohnung im darunterliegenden Stockwerk gelangt, als die Mieterin dort Rhababer kochte und dieser anbrannte. Um 21.40 Uhr wurden die Rethener aus dem Einsatz entlassen, gegen 22.15 Uhr waren auch die fünf Laatzener Fahrzeuge wieder eingerückt.
Neben der Feuerwehr waren ein Rettungswagen der DRK-Wache Laatzen und die Polizei mit zusammen knapp 60 Einsatzkräften vor Ort.