Hannover/Lindau. Die Fahrschulausbildung soll grundlegend reformiert werden. Das hat die Verkehrsministerkonferenz (VMK) am Donnerstag in Lindau mit unterstützt. Ziel ist, die Kosten für den Erwerb des Führerscheins spürbar zu senken und zugleich den hohen Stellenwert der Verkehrssicherheit zu bewahren. Niedersachsen hatte sich im Vorfeld sehr für wirksame Reformschritte eingesetzt, um so erfreuter ist Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne über das klare Signal der VMK.
Niedersachsens Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne: „Die Verkehrsministerkonferenz stellt sich hinter das Ziel, den Führerschein günstiger zu machen. Ich begrüße das sehr, dafür hat sich Niedersachsen in den letzten Monaten intensiv eingesetzt. Damit verbunden sind weitreichende Neuerungen beim Fahrschulunterricht und bei der theoretischen und der praktischen Prüfung. Die angestrebten Reduzierungen beim Fragenkatalog in der Theorie und bei der praktischen Fahrprüfung sind zu begrüßen.
Es ist völlig klar, dass ein günstigerer Führerschein nur mit erheblichen Veränderungen zu erreichen sein wird. In der Summe scheinen mir die Maßnahmen geeignet, einen preislich fairen Führerschein bei hoher Verkehrssicherheit zu erreichen.
Insbesondere aus Sicht eines großen Flächenlandes werden wir den weiteren Prozess konstruktiv unterstützen. Für die Landesregierung ist es wichtig, dass allen jungen Erwachsenen berufliche und soziale Teilhabe über den Führerschein ermöglicht wird. Um zur Ausbildung, zur Arbeit oder zu Bekannten zu kommen, ist das Auto in ländlichen Räumen oft das Mittel der Wahl.
Ich bitte nun aber den Bundesverkehrsminister, dass Reformtempo hoch zu halten und zugleich einen klaren Zeitplan zu skizzieren, damit eine inhaltliche Debatte ermöglicht wird und zugleich Fahrschulen und angehende Fahrschülerinnen und Fahrschüler schnell Klarheit erhalten.“

