Region. Die einen halten ihn für überflüssig, die anderen sind enttäuscht, wenn er vergessen wird. Die Rede ist vom 14. Februar, dem Valentinstag. Dieser Tag ist eine Herausforderung für alle Floristen. Allein im Avacon-Netzgebiet gehen in der der Valentinszeit schätzungsweise 18 Millionen Blumen über den Ladentresen, vorzugsweise Rosen.
Trotz Romantik: Die Lastkurve bleibt stabil
Anders als die Floristen sieht der Stromnetzbetreiber Avacon dem Valentinstag gelassen entgegen. Die für Samstag erwartete Stromverbrauchskurve wird sich kaum von den typischen Verbräuchen anderer Samstage unterscheiden. Zwar schalten die Menschen abends die Beleuchtung für eine stimmungsvolle Atmosphäre ein, kochen für gemeinsame Abendessen, nutzen elektrische Wärmequellen vermehrt und laden ihre E‑Fahrzeugen für einen abendlichen Ausflug auf. Auf den Gesamtstromverbrauch im Avacon-Netzgebiet hat das allerdings kaum Auswirkungen. Auch wenn der 14. Februar mitten in die kälteste Zeit des Jahres fällt.
Feinfühlig für Frequenzen
Die Mitarbeiter in der Avacon-Netzleitstelle sind am 14. Februar – wie an allen anderen Tagen im Jahr – auf alle Strom-Szenarien vorbereitet. Die Energiefachleute überwachen rund um die Uhr alle wichtigen Kenngrößen wie Spannung, Frequenz, Lastfluss, Einspeisung aus erneuerbaren Quellen und mögliche Störungen. Moderne Prognosemodelle beziehen dabei auch Wetterdaten ein – denn Wind- und Fotovoltaik-Einspeisung beeinflussen die Netzsituation kontinuierlich.
Der Kälte ein Schnippchen schlagen
Väterchen Frost spielt allerdings nach eigenen Spielregeln. Seine Eigenarten haben Eingang die Prognosetools des Strom- und Gasnetzbetreibers Avacon gefunden und gehören zum Vorhersage-Instrumentarium der Netzleitstelle. Doch trotz aller Prognose-Power kann es witterungsbedingt zu Überraschungen kommen. In sensiblen Bereichen des Netzgebietes kontrollieren die Mitarbeitenden die Stromnetze deshalb besonders intensiv.
Prävention nach Maß – Vorausschauend durch jede Wetterlage
Sollte sich trotzdem ein Schaden ankündigen, wird umgehend gehandelt. So kann sich beispielsweise im Winter bei ungünstigen Witterungsbedingungen ein armdicker Eispanzer um die Stromleitungen legen. Die Einsatzteams kontrollieren die gefährdeten Streckenabschnitte regelmäßig und sorgen dafür, dass die Stromversorgung selbst bei kurzfristigen Unterbrechungen aufrechterhalten bleibt. Fazit: Während die Stromkunden einen schönen Valentins-Abend verbringen, kämpfen sich die anderen frohgemut durch Schnee und Eis. Und die Rosen? Da sind sie den Menschen sehr ähnlich - sie mögen ebenfalls keine Kälte.

