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Massive Preisaufschläge an Autobahntankstellen in Niedersachsen

Symbolfoto. Quelle: pixabay.

Region. Draufbleiben oder abfahren? Wer auf der Autobahn unterwegs ist und tanken muss, stellt sich diese Frage häufig. Die eindeutige Empfehlung nach einer aktuellen ADAC Stichprobe lautet: abfahren! Das Sparpotential ist enorm. Der Club hat die Preise von Benzin und Diesel an 40 Autobahntankstellen bundesweit zeitgleich mit den Spritpreisen der jeweils nächstgelegenen Tankstation abseits der Autobahn verglichen. In Niedersachsen mussten die Autofahrerinnen und Autofahrer an der Autobahn für einmal Volltanken mit 50 Litern Diesel bis zu 26,80 Euro mehr bezahlen, bei E10 war es sogar eine Preisdifferenz von bis zu 28,65 Euro..

Bei der Stichprobe wurden vier niedersächsische „Tankstellen-Pärchen“ unter die Lupe genommen. Im Schnitt mussten an den Autobahntankstellen 46,63 Cent je Liter Diesel mehr gezahlt werden. Bei E10 liegt der durchschnittliche Aufpreis bei 50,53 Cent je Liter. Besonders hoch war die Preisdifferenz zum Zeitpunkt der Stichprobe im März dieses Jahres an der Autobahntankstelle Lüneburger Heide West an der A7. Hier zahlten Kunden für den Liter Diesel 53,6 Cent mehr als an der nächstgelegenen Tankstation abseits der Autobahn. E10 kostete an derselben Autobahntankstelle 57,30 Cent mehr. Deutlich geringer war der Unterschied an der Autobahntankstelle Helmstedt Süd (A2), wo Autofahrer für den Liter Diesel 41,90 Cent mehr zahlen mussten als neben der Autobahn. Für den Liter E10 gab es hier einen Aufschlag von 43,60 Cent. Bei einer Tankfüllung von 50 Litern bedeutet das immerhin noch eine Preisdifferenz von 20,95 Euro für Diesel und 21,80 Euro für E10 – Grund genug, von der Autobahn abzufahren, auch wenn die Fahrt dadurch etwas länger dauert. Zu den Autobahntankstellen aus der ADAC Stichprobe gehörten außerdem Göttingen West an der A7 und Grundbergsee Nord an der A1.

ADAC Tipps: Abfahren lohnt sich, günstige Zeiten nutzen!

Auch wenn die Preisunterschiede je nach Zeitpunkt und Tankstelle sehr unterschiedlich ausfallen, steht fest: Die Autobahn zum Tanken zu verlassen, lohnt sich eigentlich immer. Wie viel Sparpotential drin ist, darüber können sich Autofahrer vorab über die ADAC Spritpreise App informieren. Vor allem aber sollten Urlauber vor der Fahrt tanken – beispielsweise zu Hause am Wohnort noch vor dem eigentlichen Fahrtantritt – und dies nach Möglichkeit abends, weil die Kraftstoffpreise zwischen 18 Uhr und 22 Uhr im bundesweiten Durchschnitt am niedrigsten sind.

So lief die ADAC Stichprobe

Der ADAC hat diese Stichprobe im März 2023 im Rahmen eines umfangreichen Rastanlagentests anhand der Daten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe durchgeführt. Weitere Erkenntnisse dieser Untersuchung über die Angebote in der Gastronomie, die Sanitäranlagen und das sonstige Preisniveau an Rastanlagen wird der ADAC Mitte Juli veröffentlichen.

Schnelle und praktische Hilfe rund ums Thema Tanken bekommen Autofahrer mit der Smartphone-App „ADAC Spritpreise“, die die Preise nahezu aller über 14.000 Tankstellen in Deutschland zur Verfügung stellt. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es außerdem auch unter www.adac.de/tanken.