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Katholiken verabschieden Pfarrer

Pfarrer Klemens Teichert bei seiner letzten Predigt.

Ronnenberg.

Nach knapp vier Jahren hat Pfarrer Klemens Teichert aus gesundheitlichen Gründen die katholische Pfarrgemeinde St. Maximilian Kolbe am Mühlenberg, zu der auch Empelde und Ronnenberg gehören, verlassen. Teichert, der das Amt am 2. März 2014 angetreten hatte, wurde am Sonntag mit einem feierlichen Gottesdienst und anschließendem Empfang im Kirchencentrum am Mühlenberger Markt von rund 400 Gemeindemitgliedern verabschiedet.

"Ich habe gerne in dieser Gemeinde gelebt. Das gilt es nun loszulassen, und das fällt mir keineswegs leicht“, sagte Teichert in seiner letzten Predigt. Nachdem er von Propst Martin Tenge während des Gottesdienstes von seinen Aufgaben offiziell entpflichtet wurde, dankte ihm beim anschließenden Empfang auch Antje Marklein, Superintendentin des Kirchenkreises Ronnenberg, für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

In Teicherts Amtszeit fielen die Kirchenschließung in Empelde im Januar 2016 und der Beschluss, eine katholische Kindertagesstätte in Ronnenberg zu bauen. „Den Kita-Neubau hätte ich gerne selbst zum Abschluss gebracht“, erklärte er. Der Gesundheitszustand des 54-jährigen Geistlichen, dem 2004 eine Leber transplantiert wurde, ließ aber eine längere Amtszeit nicht zu. Teichert ist aber optimistisch, dass die Gemeindearbeit auch ohne ihn reibungslos weiterlaufen wird: „Der Pastoralrat hat die Übergangszeit bis zum 1. September, wenn mein Nachfolger anfangen wird, gut vorbereitet und strukturiert.“ Für die Gemeinde verabschiedete der stellvertretende Vorsitzende des Pastoralrats, Dietmar Adam, den beliebten Seelsorger: „Wir hätten Dich gern länger hierbehalten“, sagte er in seiner Ansprache. Teichert hat in seiner kurzen Zeit in der Gemeinde neue Akzente gesetzt. Dazu zählen zum Beispiel die von ihm eingeführte „Stille Stunde“ am Donnerstagabend im Kirchenzentrum und die Exerzitienangebote.

Trotz des eher traurigen Anlasses konnte Teichert seiner Verabschiedung auch positive Seiten abgewinnen: „Die Feier setzt einen guten Schlusspunkt und gibt mir die Gelegenheit, mich von der Gemeinde und denen, mit denen ich zusammenarbeiten konnte, persönlich zu verabschieden.“ Teichert wird auch zukünftig in Hannover tätig sein: Ab Mai wird er in der Pfarrei St. Martin in Hannover-Roderbruch als Priester mitarbeiten, aber nicht die Leitung der Pfarrei innehaben. Außerdem wird er für die geistliche Begleitung und den Bereich Spiritualität in der Ausbildung der Kapläne sowie der Gemeinde- und Pastoralreferenten im Bistum Hildesheim zuständig sein.

Wer Teicherts Nachfolge am 1. September antreten wird, ist noch nicht bekannt. Pfarrverwalter in der Übergangszeit wird Pfarrer i. R. Joachim Wingert, der in dem Abschiedsgottesdienst der Gemeinde vorgestellt wurde.