Springe. Am Mittwoch, 13. Mai, wird um 20.15 Uhr im ZDF der Eventfilm „Olivia“ ausgestrahlt. Der Film erzählt die Lebensgeschichte von Olivia Jones – und damit auch die Geschichte von Oliver Knöbel, der in Springe geboren wurde und hier aufgewachsen ist.
Für Springe ist diese Ausstrahlung deshalb mehr als ein Fernsehereignis. Der Film führt ein Millionenpublikum an den Deister. Er erinnert an einen Lebensweg, der von Mut, Selbstbehauptung und großer persönlicher Stärke geprägt ist. Zugleich verschweigt er nicht, wie verletzend Ausgrenzung, Spott und Ablehnung sein können.
„Der Film erinnert daran, wie schmerzhaft Ausgrenzung sein kann. Zugleich zeigt die Lebensgeschichte von Olivia Jones, wie stark Menschen sein können, wenn sie ihren eigenen Weg gehen. Olivia Jones ist Ehrenbotschafterin unserer Stadt. Darauf können wir stolz sein. Und wir dürfen zugleich anerkennen: Auch Springe hat sich verändert. Unsere Stadt ist weltoffener, gleichberechtigter und toleranter geworden. Diese Entwicklung wollen wir sichtbar machen“, sagt Bürgermeister Christian Springfeld.
Die Stadt Springe nimmt die Ausstrahlung des Films zum Anlass, ein sichtbares Zeichen zu setzen. Am Rathaus und am Alten Rathaus werden am Ausstrahlungstag des Films Regenbogenflaggen gehisst. Sie stehen für Vielfalt, Offenheit, Gleichberechtigung, Menschenwürde und ein respektvolles Miteinander.
Im Austausch zwischen Bürgermeister und der Gleichstellungsbeauftragten erstand zudem die Idee den Platz neben dem Alten Rathaus durch die Benennung in „Platz der Vielfalt“ oder „Olivia-Jones-Platz“ dauerhaft für diese Botschaft sichtbar zu machen.
Bereits in den vergangenen Jahren wurden auf Initiative der Gleichstellungsbeauftragten in Springe zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit Regenbogenflaggen gehisst. Der Ausstrahlungstag des Films „Olivia“ ist ein weiterer besonderer Anlass, diese Haltung deutlich zu machen.
Aus diesem Grund bleiben die Regenbogenflaggen in diesem Jahr auch durchgehend vom 13. bis zum 18. Mai 2026 gehisst. Dazu erklärt Stefanie Hoffmann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Springe: „Es freut mich besonders, dass wir in diesem Jahr direkt zwei Anlässe haben, Farbe zu bekennen und damit Vielfalt vorzuleben. Der Film „Olivia“ erinnert uns daran, dass Gleichstellung kein abstraktes Ziel ist, sondern jeden Tag erkämpft wird - mit Mut, Schmerz und unerschütterlicher Würde. Solche Geschichten sind kein Randthema, sie gehören ins Zentrum unserer Gesellschaft. Ich freue mich, wenn auch viele Menschen aus Springe „Olivia“ sehen und stehe gerne für weiteren Austausch zur Verfügung.“
Der Film „Olivia“ blickt auf eine persönliche Biografie. Zugleich stellt er eine Frage an jede Stadtgesellschaft: Wie gehen wir mit Menschen um, die nicht in vertraute Erwartungen passen? Für Springe ist die Antwort heute klar: mit Respekt, Offenheit und der Bereitschaft, dazuzulernen.
Die Stadt Springe lädt dazu ein, die Ausstrahlung des Films als Anlass für Gespräch, Erinnerung und Haltung zu verstehen. Nicht als Blick zurück mit erhobenem Zeigefinger, sondern als Zeichen dafür, dass gesellschaftlicher Fortschritt möglich ist – wenn Menschen ihn wollen und sichtbar dafür einstehen.
IDAHOBIT 2026 - Zum Hintergrund
Das weltweite Motto des diesjährigen IDAHOBIT (internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit/ englisch: International Day Against Homophobia, Biphobia, Interphobia and Transphobia) lautet „At the heart of democracy“ (Im Herzen der Demokratie), was die Bedeutung von Gerechtigkeit und Vielfalt für demokratische Gesellschaften hervorhebt. Der Tag erinnert an die Streichung von Homosexualität als Krankheit durch die WHO am 17. Mai 1990.

