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Pastor Gerald Flade geht in den Ruhestand

Pastor Gerald Flade. Foto: Privat.

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Springe. Ende Juli geht er in den Ruhestand nach neun Jahren als Pastor in Eldagsen und Alferde. Am 2. Juli um 15 Uhr wird Gerald Flade in einem feierlichen Gottesdienst durch Superintendent Andreas Brummer in Eldagsen verabschiedet.

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Vorher war er 18 Jahre Pastor in Harsefeld im Kirchenkreis Buxtehude. Dort gab es mehrere Hauptamtliche im Pfarramt und bei den Diakonen. Das gibt es in Eldagsen und Alferde nicht, aber dafür eine große Zahl von Ehrenamtlichen. „Es ist hier eine sehr selbstständige Gemeinde mit langjährig und verlässlichen Mitarbeitenden“, sagt Flade. Mehrere Hauskreise, Kindergottesdienstteam, Gospelchor, Grüner-Hahn-Team oder die Partnerschaftsarbeit mit Tansania – Gerald Flade kann sich auf die Ehrenamtlichen verlassen. Inzwischen fahren Jugendliche ohne Diakonin und Pastor auf Freizeit; alles selbst organisiert. „Das hat alles für eine große Kontinuität in der Gemeinde gesorgt“, sagt er. Und er hat dadurch seinen Schwerpunkt besonders hervorheben können: Für Gerald Flade ist der Gottesdienst das zentrale Element in der Gemeinde, in den er viel einbringt.

„Ich liebe christliche Popmusik“, sagt Flade – und hat darum diese Form auch in die Gottesdienste eingebaut. Einmal im Monat gibt es einen Gottesdienst mit moderner Musik. Noch im vergangenen Jahr hat er im Michaeliskloster Hildesheim eine Ausbildung mit dem sogenannte D-Schein in popularer Kirchenmusik bestanden. Und er hat ein Gottesdienst-Mitarbeiter-Team gegründet, in dem derzeit 15 Personen mitarbeiten. Immer zwei von ihnen wirken im Gottesdienst mit und schreiben z.B. die Fürbitten selbst. In Zusammenarbeit mit dem Kirchenvorstand hat er in den vergangenen Jahren den Ablauf vereinfacht. „Gottesdienst-Fremde sollen schnell reinkommen in den Ablauf“, sagt Gerald Flade. Und einmal im Jahr gibt es einen großen Mitarbeiter-Segnungs-Gottesdienst. Besonderen Spaß gemacht haben ihm auch die Freizeiten. Fünfmal hat er eine Gemeindefreizeit mit jeweils 60 bis 80 Teilnehmenden organisiert, mal in den Harz, mal nach Cuxhaven. „Es waren immer Menschen zwischen 1 und 80 Jahren dabei“, sagt er. Für Jugendliche hat er zwei große Freizeiten gemacht nach Mecklenburg-Vorpommern und Dänemark. Dazu kamen regelmäßige Freizeiten für die Konfirmandinnen und Konfirmanden. Kurz nach seinem Beginn in Eldagsen hat er zudem das Konzept für den Konfirmandenunterricht umgestellt von Nachmittagsterminen auf Blockunterricht einmal im Monat an Sonnabenden.

„Ich bin jemand, der Dinge aufbaut“, sagt Gerald Flade. Darum hat er den Beginn der Corona-Krise als besonders schwierig erlebt. Gerade hatten 70 Beteiligte ein großes Kinder-Musical auf die Beine gestellt. Die Kulissen waren fertig, ebenso die Texte, die Musik und die Kostüme. Und dann kam eine Woche vor der Premiere der Lockdown. „Das war eine große Enttäuschung für mich und besonders für die Kinder, obwohl es notwendig war“, bekennt er. Es habe noch einen Versuch gegeben, das Musical noch einmal in Angriff zu nehmen, aber das habe leider nicht geklappt.

In den vergangenen Monaten war Flade in die Bildung der neuen Gesamtkirchengemeinde Eldagsen und Finiendörfer eingebunden, noch einmal intensive Arbeit mit den Kirchenvorständen. Nun ist der Pastor aber sehr zufrieden mit dem Ergebnis und freut sich, dass sich alle Kirchen- und Kapellengemeinden eingebracht haben.

Im Juli ist nun Schluss. Pastor Flade wird bald mit seiner Frau zusammen die Sachen packen und etwas weiter gen Westen ziehen. Sie haben ein Haus im Landkreis Schaumburg gefunden. „Das liegt schön in der Mitte“, sagt er, denn viele ihrer Familienangehörigen leben im Norden und im Süden. „Ich bin gern hier gewesen“, sagt Gerald Flade zufrieden und wünscht der neuen Gesamtkirchengemeinde im Süden des Kirchenkreises alles Gute.

 

 

 

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