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Niedersächsischer Innenminister Boris Pistorius wird neuer Verteidigungsminister

Boris Pistorius. Quelle: Archivbild.

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Region. Mit dieser Nachricht hat wohl niemand gerechnet. Diversen Medienberichten nach wird der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) neuer Verteidigungsminister. Er folgt auf die zuletzt immer mehr in die Kritik geratene Christine Lambrecht.

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Die Bundeswehr steht in Zeiten eines großen Umbruches und laut Bundeskanzler Olaf Scholz sei Pistorius die ideale Besetzung. Kritik kommt einem Bericht auf Welt.de nach von der CDU. Die Union kritisiert demnach, dass Pistorius, wieder einmal, eine Besetzung sei, die nicht über die nötige Fachkenntnis verfüge. Robert Habeck (Grüne) findet den Niedersachsen hingegen als geeignet an und auch Christian Lindner (FDP) begrüßte seinen neuen Kollegen über Online-Medien.

Am Donnerstag wird der langjährige niedersächsische Innenminister seine Ernennungsurkunde vom Bundespräsidenten erhalten und im Deutschen Bundestag seinen Amtseid leisten.

„Ich freue mich sehr, mit Boris Pistorius einen herausragenden Politiker unseres Landes für das Amt des Verteidigungsministers gewonnen zu haben. Pistorius ist ein äußerst erfahrener Politiker, der verwaltungserprobt ist, sich seit Jahren mit Sicherheitspolitik beschäftigt und mit seiner Kompetenz, seiner Durchsetzungsfähigkeit und seinem großen Herz genau die richtige Person ist, um die Bundeswehr durch diese Zeitenwende zu führen“, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz am Dienstag in Berlin.

Nach dem Rücktritt von Christine Lambrecht hatte sich der Bundeskanzler mit der Partei- und Fraktionsführung der SPD eng beraten und sich für Pistorius als neuen Verteidigungsminister entschieden. Pistorius war vor seiner Berufung zum Landesinnenminister 2013 fast sieben Jahre lang Oberbürgermeister von Osnabrück.

„Boris Pistorius ist einer der profiliertesten und erfahrensten Sicherheitspolitiker, die wir in Deutschland haben. Seit Jahren leitet er das niedersächsische Innenministerium mit Souveränität, Sachkenntnis und klarer Kante. Ich gratuliere Boris Pistorius sehr herzlich zu seiner designierten Berufung zum Bundesverteidigungsminister. Gerade in dieser Zeit, wo große Aufgaben und hohe Erwartungen an die Bundeswehr gerichtet sind, braucht unser Land eine starke Persönlichkeit mit Führungserfahrung an der Spitze des Verteidigungsministeriums. Boris Pistorius ist mit seinem Profil genau die richtige Wahl. Zugleich bedauere ich, dass Boris Pistorius die niedersächsische Landesregierung verlässt. Ich danke ihm für seine zehnjährige erfolgreiche Tätigkeit als Innenminister – das waren zehn gute Jahre für Niedersachsens Innenpolitik –, und ganz persönlich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit“, erklärt Grant Hendrik Tonne, Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag.

Boris Pistorius legte sein Abitur 1978 in Osnabrück ab und machte eine Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel. Anschließend leistete er seinen Wehrdienst in Niedersachsen ab. Danach studierte er Rechtswissenschaft. Nach dem zweiten Staatsexamen 1990 wechselte er nach einem halben Jahr als Rechtsanwalt in den Landesdienst. Er war auch Dezernatsleiter bei der Bezirksregierung Weser-Ems und Leiter der Abteilung Schulen und Sport der Bezirksregierung Weser-Ems. Von November 2006 bis Februar 2013 war er Oberbürgermeister von Osnabrück und seit Februar 2013 war er Minister für Inneres und Sport. Seit November 2017 ist er Mitglied des Niedersächsischen Landtages. Nach der niedersächsischen Landtagswahl im Oktober 2022 wurde er erneut als Niedersächsischer Minister für Inneres und Sport vereidigt.

Pistorius ist verwitwet und hat zwei Töchter. Von Oktober 2016 bis zum Frühjahr 2022 war Pistorius mit Doris Schröder-Köpf liiert.

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