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Kirchen im Kirchenkreis senken die Temperaturen ab

Archivbild.

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Region. In vielen Kirchen im Kirchenkreis Laatzen-Springe wird es in diesem Winter deutlich kälter sein als in den Jahren zuvor. Der Kirchenkreis hat dazu Anfang Oktober Empfehlungen seines Bauausschusses an alle Kirchengemeinden weitergegeben, die u.a. eine Absenkung der Grundtemperatur auf 5°C und eine Aufheizung für die Zeit der Nutzung auf max. 16°C vorsehen. In diesen Empfehlungen finden sich auch Hinweise, was bei der Absenkung und beim Aufheizen zu beachten ist, um Gebäude und Inventar zu schützen.

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Mit den Temperaturabsenkungen soll auf stark steigende Energiepreise, die auch die Kirchengemeinden betreffen, reagiert werden. Doch vor allem geht es, wie Superintendent Andreas Brummer betont, darum, dass Kirche sich ihrer Verantwortung in der Gesellschaft stellt: „Wir stehen als Kirche in der Pflicht, unseren Beitrag zu leisten, um einen Gasnotfall zu vermeiden“. Dies gelte umso mehr, als der Gasverbrauch in Deutschland nach den Angaben der Bundesnetzagentur zurzeit deutlich über den Durchschnittswerten der Vorjahre liegt.

Die empfohlene Absenkung der Grundtemperatur kann allerdings nicht in jeder Kirche in gleicher Weise umgesetzt werden. Die Kirchenvorstände in den Gemeinden bemühen sich aber um jedes einzelne Grad: „Jede Kirche ist anders, aber allen ist bewusst: Jedes Grad weniger zählt“, sagt Brummer. Dies gilt auch für das Aufheizen. So wird die Temperatur bei den Gottesdiensten in vielen Kirchengemeinden deutlich unter 16°C bleiben. Stattdessen sollen bei z.T. 12°C Decken ausgegeben, die Gottesdienste verkürzt oder Tee gereicht werden.

Der Kirchenkreis regt zudem an, in der kalten Jahreszeit verstärkt regionale Gottesdienste zu feiern und dadurch die Zahl der Kirchen, die geheizt werden müssen, zu verringern. Auch sogenannte „Winterkirchen“ sollen den Energieverbrauch senken: Einige Gemeinden weichen so z.T. bereits vor dem Jahreswechsel zumindest zeitweise in die energieeffizienteren Gemeindehäuser aus. Hier zahlt sich aus, dass der Kirchenkreis in den letzten Jahren bereits Anstrengungen unternommen hat, Gemeindehäuser energieeffizienter als zuvor zu machen. Musterbeispiel ist das neue Gemeindehaus in Grasdorf, ausgestattet mit Wärmepumpe und besten Effizienzwerten.

Die Absenkung der Temperaturen ist eine Herausforderung für Gottesdienstbesucher genauso wie für die Kirchenmusiker, Pastoren und Küster. Dessen sind sich alle im Kirchenkreis bewusst. Der Superintendent erinnert jedoch auch an das Vorjahr: „Warm anziehen im Gottesdienst, das haben wir ja bereits im vergangenen Pandemiewinter mit seinen Lüftungsvorgaben gelernt“. Seit Oktober hole er jedenfalls die Skiunterwäsche aus dem Schrank, bevor er in die Kirche geht: „Die ist dann Teil der Berufskleidung“.

Hier einige Beispiele für den Umgang mit der Situation aus einigen Kirchengemeinden:

  • In Laatzen-Rethen gibt es im Januar und Februar die Winterkirche im Gemeindehaus sowie drei Gottesdienste mit der Nachbargemeinde Gleidingen.
  • In Grasdorf gibt es ab Anfang Januar die Winterkirche. Die Kirche wird dort dann nicht mehr beheizt. Dafür ist das Gemeindehaus auf dem neuesten technischen Stand mit einer Wärmepumpe.
  • In Thomas-Laatzen bleibt die Heizung im Kirchraum aus. Insgesamt wird das Gemeindehaus aus max. 19 Grad geheizt.
  • St.-Vincenz in Altenhagen I hält für die Gottesdienste 25 Wolldecken und 5 Wärmflaschen vor – und macht im Gottesdienst musikalisch untermalte Pausen mit Teeausschank. Der Posaunenchor probt nun gleich nach dem Konfirmandenunterricht, damit nicht zusätzlich geheizt werden muss. Und der Gitarrenkreis trifft sich privat.
  • In Eldagsen hat der Kirchenvorstand für die meisten Gottesdienste die Winterkirche ab Mitte November beschlossen. Die Temperatur in der Kirche soll um 2 Grad gesenkt werden; bei Andachten wird die Kirche nicht mehr aufgeheizt. Auch die Temperatur im Gemeindehaus wird gesenkt und die Außenbeleuchtung abgeschaltet.
  • In Alferde soll die alte Heizung gegen eine moderne ausgetauscht werden. Außerdem wird nicht mehr jede Woche ein Gottesdienst gefeiert, sondern nur alle 14 Tage.
  • Die Arbeitsgemeinschaft der Klosterdörfer hat den Einbau von Heizthermostaten zur getrennten Heizungsregelung von Büro und Gemeinderaum beschlossen.
  • In Hüpede gibt es keine Winterkirche, da die Abstände im Gemeindehaus nicht eingehalten werden können. Die Heizung in der Kirche wird jedoch abgesenkt, auch das Gemeindehaus wird nur noch auf 18 Grad geheizt. In der Kirche liegen 30 Wolldecken bereit und Besucher*innen können eigene Decken und Wärmflaschen mitbringen
  • In Arnum wird der Gottesdienst ab Anfang November vermehrt im Saal des Gemeindehauses gefeiert werden, um das Aufwärmen der Friedenskirche zu vermeiden.
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