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Geduldige Schlange hält Feuerwehr auf Trab in Eldagsen

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Eldagsen. Ein nicht alltäglicher Einsatz beschäftigte die Feuerwehr Eldagsen in den vergangenen Tagen gleich mehrfach: Eine ungewöhnliche Tierrettung rief die Einsatzkräfte dreimal in Folge auf den Plan.

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An den ersten beiden Tagen meldeten Anwohner eine Schlange in einem örtlichen Garten. Doch das Schuppentier erwies sich als äußerst flink und kamerascheu: Jedes Mal, wenn die Einsatzkräfte am Ort des Geschehens eintrafen, war der ungebetene Gast bereits wieder spurlos im Grün verschwunden.

Am dritten Tag nahm die Geschichte schließlich eine überraschende Wendung. Eine beherzte Rentnerin wartete nicht ab, bis die Feuerwehr eintraf, sondern ergriff selbst die Initiative: Sie stülpte kurzerhand einen Eimer über das Reptil und sicherte es so bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte.

Warum rückt die Feuerwehr für eine Schlange aus?

Die Rettung und Sicherung von Tieren gehört neben der Brandbekämpfung zu den gesetzlichen Aufgaben der Feuerwehr im Rahmen der Gefahrenabwehr. Exotische Tiere wie Schlangen stellen in freier Natur eine besondere Situation dar: Einerseits kann von unklaren Tierarten eine potenzielle Gefahr für die Bevölkerung ausgehen, andererseits sind nicht heimische Tiere in unserer Umwelt oft nicht dauerhaft überlebensfähig und bedürfen des Tierschutzes. Um Mensch und Tier zu schützen, rückt die Feuerwehr auch bei solchen Einsätzen aus.

Die Feuerwehr übernahm die Schlange und brachte sie umgehend zur Wildtier- und Artenschutzstation nach Sachsenhagen. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich bei dem Exoten um eine Kornnatter.

Kornnattern stammen ursprünglich aus dem Südosten der USA und gehören zu den beliebtesten Schlangenarten in der Terrarienhaltung. Für den Menschen sind sie völlig ungiftig und ungefährlich. Da sie aus gemäßigten Klimazonen stammen, können die Tiere zwar problemlos einige Zeit in der heimischen Natur überstehen – heimisch sind sie bei uns jedoch nicht.

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