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Entscheidung über Olivia-Jones-Platz vertagt – Bürgermeister spricht von „Chance vertan“

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Springe. Der Ortsrat Springe hat in seiner Sitzung am Donnerstag nicht über die geplante Benennung des Platzes neben dem Alten Rathaus am Zum Niederntor entschieden. Stattdessen wurde das Thema von der Tagesordnung abgesetzt. Bürgermeister Christian Springfeld kritisiert diese Entscheidung und bezeichnet sie als verpasste Gelegenheit für ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz.

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Springfeld bedauert Absetzung des Themas

In einer persönlichen Stellungnahme erklärt Springfeld, die Entscheidung, nicht zu entscheiden, sei zwar möglich, aus seiner Sicht aber „sinnlos“. Er müsse die Entscheidung respektieren, „aber nicht gut finden“.

Der Platz trägt für den Bürgermeister gedanklich bereits einen Namen: „In meinem Herzen heißt der Platz bereits heute ‚Olivia-Jones-Platz der Vielfalt‘“, schreibt Springfeld.

Oliver Knöbel, besser bekannt als Olivia Jones, wurde in Springe geboren und wuchs auch dort auf. Olivia Jones zählt zu den bekanntesten Persönlichkeiten Deutschlands und engagiert sich seit vielen Jahren für Toleranz, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die vorgeschlagene Platzbenennung sollte Anlass sein, über die Bedeutung dieser Werte für die Stadtgemeinschaft ins Gespräch zu kommen.

Chance für überregionales Zeichen gesehen

Nach Ansicht des Bürgermeisters hätte der Ortsrat mit einer Entscheidung am Donnerstag ein deutliches Zeichen setzen können. Ausgerechnet an dem Tag, an dem der Film „Olivia“ mehrfach für den Deutschen Fernsehpreis nominiert wurde, habe die Möglichkeit bestanden, über Springe hinaus Aufmerksamkeit für Vielfalt und Toleranz zu erzeugen.

Springfeld verweist dabei auf die Werte, für die Olivia Jones nach seiner Einschätzung seit Jahrzehnten erfolgreich eintritt.

Öffentliche Debatte läuft seit Mai

Der Bürgermeister kritisiert zudem, dass die Entscheidung trotz der seit Mai andauernden öffentlichen Diskussion nicht getroffen wurde. „In der seit Mai andauernden öffentlichen Debatte wurden alle Argumente ausgetauscht“, so Springfeld.

Zahlreiche Gesprächsangebote an die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger seien nach seinen Angaben ohne Resonanz geblieben. Eine Entscheidung in der Sache sei am Donnerstag aus seiner Sicht möglich gewesen, habe aber „mehrheitlich nicht“ stattgefunden.

Wie es mit der geplanten Benennung des Platzes weitergeht, bleibt damit zunächst offen.

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