Barsinghausen. Gerhard Wahl und Hans-Jürgen Dickel vom Verband Wohneigentum Ortsverband Egestorf – ehemals Siedlergemeinschaft Egestorf – besuchten Bürgermeister Henning Schünhof nicht mit einem Anliegen, sondern mit einem Beitrag: Sie überreichten eine 15-seitige Dokumentation zum Thema Verkehrssicherheit, die der Ortsverband aus Beiträgen seiner Mitglieder zusammengestellt hatte.
Vereinsinitiative als Reaktion auf städtische Befragung
Als bekannt wurde, dass die Stadt Barsinghausen ein Verkehrssicherheitskonzept entwickeln und dazu eine Online-Befragung durchführen wolle, ergriff der Ortsverband die Möglichkeit zur Mitwirkung. Hans-Jürgen Dickel erläuterte die Beweggründe: „Unser Verein hat das Ziel, den Gemeinschaftssinn zu stärken und dazu beizutragen, den Ortsteil zu einem lebenswerten und gesunden Lebensraum zu entwickeln." Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger als „Fachleute in eigener Sache" sei vorbildlich und begrüßenswert, so Dickel.
Eigener Fragebogen für ältere Mitglieder
Da die Online-Befragung der Stadt ältere Menschen, die im Umgang mit digitalen Medien weniger geübt sind, möglicherweise nicht vollständig erreicht hätte, entwickelte der Ortsverband einen eigenen Fragebogen in Papierform und verteilte ihn an alle Mitglieder. Das Thema war zudem Gegenstand des Neujahrsempfangs der Egestorfer Vereine – der ersten Veranstaltung dieser Art seit vielen Jahren –, bei dem in zahlreichen Gesprächen Probleme für Autofahrende, Radfahrende und Fußgängerinnen und Fußgänger beschrieben und mögliche Lösungen diskutiert wurden.
Elternverein der Ernst-Reuter-Schule beteiligt
Auch der Elternverein der Ernst-Reuter-Schule zeigte Interesse und verteilte den Fragebogen in seinen Reihen. Damit flossen in die Dokumentation nicht nur die Erfahrungen der überwiegend älteren Vereinsmitglieder ein, sondern auch die Perspektiven von Grundschulkindern und deren Eltern. Die Resonanz auf die Befragung bezeichneten die Vereinsvertreter als überwältigend.
Bürgermeister sieht aktuellen Handlungsbedarf
Bürgermeister Schünhof bedankte sich bei den beiden Vertretern für ihr Engagement und kündigte an, die Unterlagen an die zuständige Mitarbeiterin weiterzureichen. Er verwies auf die bevorstehende Sanierung der Wennigser Straße als konkrete Schnittstelle: Auch wenn die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zuständig sei, werde die Stadt ihren Einfluss geltend machen, damit die Anregungen der Egestorfer Bürgerinnen und Bürger in die Planung einfließen.

