Anzeige
Anzeige
Anzeige

Überraschendes Erbe aus Remagen: Gebürtiger Wennigser bedenkt Feuerwehr, Wasserpark und Jugendhaus

Haus und Wertgegenstände in Remagen geerbt: Jetzt beginnt die Suche nach dem Wert: Martin Dankert (v.l.) vom Trägerverein Wasserpark und Renate Piel, Jochen Arndt und Jörg Wieners vom Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Wennigsen.

Wennigsen. Der Förderverein der Feuerwehr Wennigsen, der Trägerverein des Wasserparks Wennigsen und auch das Kinder- und Jugendhaus „Meriba“ des Kirchenkreises dürfen sich über ein überraschendes Erbe freuen, welches ihnen ein gebürtiger Wennigser jüngst vermacht hat. Wie viel Geld den Vereinen für Projekte zur Verfügung stehen wird, ist aktuell noch unklar – zunächst steht eine über 300 Kilometer lange Fahrt auf dem Plan.

Anzeige

„Wir haben vor etwa fünf Jahren schon einmal ein Testament des Herren erhalten, in dem er uns mitteilte, dass er uns begünstigen wolle“, erinnert sich Jochen Arndt, der Vorsitzende des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Wennigsen. „Wir haben es damals aber zurückgeschickt. Nun kam Jahre später die Mitteilung des Testamentsvollstreckers, dass wir tatsächlich begünstigt wurden.“

Doch nicht nur der Förderverein der Feuerwehr wurde begünstigt, auch der Trägerverein des Wasserparks und das Kinder- und Jugendhaus „Meriba“ des Kirchenkreises stehen im Testament des gebürtigen Wennigsers Hans-Jürgen Wolff. Wolff wurde 1952 in Wennigsen geboren. Wie lange er in Wennigsen wohnhaft war, ist unklar. Da der Verstorbene keine Blutsverwandten hat, berücksichtigte der im August verstorbene Wolff nun die Wennigser Vereine aus seiner Geburtsstadt.

„Das Erbe teilt sich in drei Teile auf“, erklärt Martin Dankert, 1. Vorsitzender des Trägervereins Wasserpark. So hat der Förderverein der Feuerwehr das Grundstück mit Haus geerbt, der Trägerverein des Wasserparks das gesamte Inventar des Hauses und die Kirchengemeinde für das Kinder- und Jugendhaus „Meriba“ Konten und Gartenland.

Das Haus steht jedoch nicht in Wennigsen, sondern im rund 300 Kilometer entfernten Remagen. Remagen ist eine verbandsfreie Stadt im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz, am linken Ufer des Mittelrheins gelegen.

„Wir haben einen Notar eingeschaltet, damit alles rechtens abgewickelt wird, und wollen uns diese Woche das Haus zunächst einmal anschauen“, erklärt Jörg Wieners, 2. Vorsitzender des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr. Was sie dort erwartet, wissen sie nicht. „Wir schauen aber positiv auf die Sache“, so Dankert. Renate Piel, Kassiererin des Fördervereins der Feuerwehr: „Wie viel Geld der Verkauf bringen wird, ist unklar. Wir freuen uns einfach, dass wir Anerkennung gefunden haben und als Förderverein unserer Aufgabe nachgehen können.“

Da ein genauer Geldbetrag noch gar nicht auszumachen ist, tun sich die Vereine schwer, Bereiche zu nennen, in die das Geld fließen könnte. Bedarf ist bei allen jedoch vorhanden. Man wolle sich später jeweils zusammensetzen, um dann zu beraten, wo Gelder hineinfließen könnten. Zunächst steht die Abwicklung des Erbes im Vordergrund. Vor Ort soll auch ein Makler gesucht werden, der Haus und Grundstück verkaufen soll. Welche Schätze im Inventar zu finden sein werden, muss der Besuch im Haus zeigen.

Schon vor knapp sechs Jahren wurde der Förderverein der Feuerwehr bei einem Erbe bedacht. Von dem verstorbenen Uhrmachermeister Hermann Knölke wurde der Förderverein mit 100.000 Euro bedacht. Das Geld war an die Unterstützung der Musikzüge gebunden.

Anzeige
Anzeige