Barsinghausen. Nach sich wiederholenden Überflutungen im Bereich Berliner Straße, Stollenbach und Deisterplatz hoffen die Anwohner weiter auf Hilfe aus der Politik. Das Problem sei seit mindesten fünf Jahren bekannt, jedoch sei nichts geschehen, um das Problem zu beheben. Nun liegt der Verwaltung ein CDU-Antrag auf eine umfassende Darstellung der bisherigen Untersuchungen und Maßnahmen vor. Im kommenden Bauausschuss steht das Thema auf der Tagesordnung.
Problematik seit Jahren bekannt
Nach Starkregenereignissen kommt es im Bereich der Berliner Straße und des P+R-Parkplatzes zu erheblichen Überflutungen, klagt ein Anlieger gegenüber dieser Redaktion. Nach Angaben der Anwohner trete der verrohrte Stollenbach bei entsprechenden Starkregenereignissen regelmäßig über.
Die Problematik sei der Stadt bereits seit mindestens 2021 bekannt und wurde seinerzeit auch in den zuständigen Gremien thematisiert. Jedoch sei keine spürbare Verbesserung eingetreten und es wiederholt zu Überschwemmungen in dem Bereich gekommen.
Die Verwaltung soll laut Antrag deshalb über die Ursachen der wiederkehrenden Überflutungen berichten und darstellen, welche Untersuchungen und Maßnahmen seit Bekanntwerden der Problematik durchgeführt wurden.
Zuständigkeiten und Kosten sollen geklärt werden
Gemeinsam mit den zuständigen Stellen, insbesondere dem Unterhaltungsverband 53, sollen zudem mögliche Maßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes aufgezeigt werden. Dabei soll auch geklärt werden, wer für die jeweiligen Maßnahmen zuständig ist, mit welchen Kosten gerechnet werden muss und in welchem Zeitraum eine Umsetzung möglich wäre.
Anwohner schildern weitere Probleme
Ein besorgter Anwohner machte diese Redaktion darauf aufmerksam, dass die Problematik bereits seit vielen Jahren bestehe. „Wir haben das Problem bereits seit vielen Jahren und die Starkregen- bzw. Unwetterereignisse nehmen von Jahr zu Jahr zu, an der Situation hat sich aber bislang nichts geändert“, erklärt er. Man habe die Stadtverwaltung bereist 2021 informiert.
Zusätzliche Sorgen bereitet dem Anwohner die Nutzung der Berliner Straße. Diese wurde ab dem P+R-Parkplatz zu einer Fahrradstraße umgewidmet und werde stark frequentiert. Unter anderem nutzten Besucherinnen und Besucher die Straße auf dem Weg zum Klosterstollen oder in den Deister. Auch Bahnreisende und Pendler seien dort unterwegs.
Ältere Menschen mit Rollatoren, Rollstühlen oder Unterarmgehstützen seien dabei ebenfalls auf die Wege angewiesen.
Der Anwohner verweist außerdem auf Sturzgefahren für Radfahrer, insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten, wenn Wege nach seiner Darstellung teilweise nicht geräumt oder gestreut seien. Er habe die zuständigen Behörden bereits über die verschiedenen Probleme informiert und kritisiert, dass sich an der Situation bislang nichts geändert habe.
Der Bauausschuss findet am 17. September ab 18 Uhr im Schulzentrum im Spalterhals fest.

