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Über 200 Tiere aufgenommen: Tierheim sucht weiter nach Helfern

Vorstand des Tierschutzvereins Barsinghausen und Umgebung. Quelle: Tierschutzverein Barsinghausen und Umgebung.

Barsinghausen/Wennigsen. Der Tierschutzverein hat im Jahr 2025 mehr als 200 Tiere aufgenommen und zählt inzwischen über 500 Mitglieder. Trotz umfangreicher Investitionen in den vergangenen Jahren bleibt die Arbeit im Tierheim herausfordernd. Besonders dringend gesucht werden aktuell ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sowie Bundesfreiwilligendienstleistende.

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Über 200 Tiere aufgenommen

Der 1. Vorsitzende Ernst Wildhagen zog auf der Versammlung Bilanz: „Nachdem in den letzten Jahren viel in das Tierheim investiert wurde, war 2025 ein relativ normales Jahr. Das bedeutet allerdings nicht, dass wir keine Tiernotfälle hatten.“

Insgesamt wurden mehr als 200 Tiere aufgenommen. Die Zahl der Fund- und Abgabetiere bewegte sich dabei auf dem Niveau der Vorjahre. Etwas geringer fiel hingegen die Zahl der beschlagnahmten und ausgesetzten Tiere aus.

Anfragen zur Aufnahme beschlagnahmter Tiere erhält der Verein nicht nur aus der Region Hannover, sondern auch aus anderen Kommunen wie Hameln, Burgdorf oder Hildesheim. „Aber wir versuchen natürlich trotzdem zu helfen“, betonte Wildhagen mit Blick auf die begrenzten Kapazitäten des Tierheims.

Finanzlage stabil

Das Thema Kostenerstattung für Fund- und ausgesetzte Tiere sei weiterhin nicht zufriedenstellend geregelt. Dennoch erkenne der Verein Fortschritte. Die Städte Barsinghausen und Gehrden beteiligten sich mit insgesamt 15.000 Euro an notwendigen Investitionen.

Zwar habe es im vergangenen Jahr keine größeren Erbschaften gegeben, dafür aber zahlreiche Spendenaktionen. Dadurch bleibe die finanzielle Situation des Vereins weiterhin solide.

Ehrenamtliche und Bufdis gesucht

Neben zahlreichen Ehrenamtlichen arbeiten derzeit vier Mitarbeiterinnen in Teilzeit sowie zwei Bundesfreiwillige im Tierheim.

„Wer sich ehrenamtlich engagieren oder seinen Bundesfreiwilligendienst leisten möchte, kann sich direkt bei uns melden“, appellierte Wildhagen.

Auch die Digitalisierung wurde weiter vorangetrieben. Neue Computer, Tablets, ein bargeldloses Bezahlsystem sowie eine moderne Tierheimsoftware erleichtern inzwischen die Verwaltungsarbeit.

Lob aus Politik und Verwaltung

Barsinghausens Bürgermeister Henning Schünhof lobte die Arbeit der Helfer. Besonders bewegt hätten ihn die vorgestellten Schicksale einzelner Tiere. Gleichzeitig zeigte er sich enttäuscht darüber, dass es keine Bewerber vom Jobcenter gegeben habe.

Auch die Wennigser Gemeinderätin Jacqueline Gebauer betonte die Bedeutung des Tierschutzes. „Die Zusammenarbeit von Tierheimen und Kommunen ist ein wichtiges Fundament“, erklärte sie. Mit Blick auf die teils schwierigen Gespräche zwischen Tierheim und Gemeinde Wennigsen sagte Gebauer: „Wir wollen dieses Jahr zu einem guten Ergebnis kommen.“

Einladung zum Tag der offenen Tür

Der Tierschutzverein kündigte zudem bereits den nächsten großen Termin an: Am 8. August 2026 soll wieder ein Tag der offenen Tür stattfinden.

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