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Über 100 eMails und Telefonate - Stadt entschuldigt sich bei Eltern

Barsinghausen. Die Barsinghäuser Stadtverwaltung hat weitgehende Entwarnung in Sachen Randzeitenbetreuung gegeben: Aktualisierte Berechnungen ergeben, dass in fast allen Einrichtungen deutlich mehr Betreuungszeiten angeboten werden können als noch vor gut einer Woche vielen Eltern per Bescheid mitgeteilt worden ist. Bürgermeister Henning Schünhof und Sozialdezernent Sven Heindorf nennen als Grund dafür eine Fehlberechnung und einer daraus folgenden Fehlinterpretation der Zahlen. „Leider ist es bei der Erstellung der den Betreuungszeiten zugrunde liegenden Tabellen und Personalkapazitätspläne zu Fehlern gekommen, die dazu geführt haben, dass Betreuungszeiten nicht wie gewünscht beschieden worden sind“, sagt der Verwaltungschef.

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Nach aktuellem Stand wird es in der Kita „Mittendrin“ eine Frühbetreuung von 7.30 bis 8 Uhr geben.

Der Kindergarten Ostermunzel startet bereits um 7 Uhr. „Die Eltern hatten sich für einen Frühdienst stark gemacht“, sagt Sven Heindorf.

Auch in der Kita Regenbogen werden die Wünsche der Erziehungsberechtigten hinsichtlich einer Frühbetreuung berücksichtig, am Nachmittag gibt es zudem für eine Gruppe eine Betreuung.

„In der Einrichtung Egestorf I betreuen wir für August die Kinder aller Bestandeltern wie im abgelaufenen Kita-Jahr. Das heißt, in der Krippe von 7.30 bis 15 Uhr und Kita mit zwei Gruppen von 7 bis 15 Uhr“, zählt der Sozialdezernent auf. Allerdings gehe der Bedarf deutlich darüber hinaus. Die Verwaltung steuere momentan grade dank weiterer Bewerbungen mit Personal nach, es müsse aber die Situation Anfang August neu betrachten.

Bürgermeister, Sozialdezernent und ihre Mitarbeiterinnen bedauern diesen Fehler und die daraus entstandenen Unsicherheiten und Ängste zutiefst und bitten die betroffenen Eltern um Entschuldigung. „Für viele Erziehungsberechtigte sind die vergangenen Tage – wie wir aus gut 100 E-Mails und Telefonaten erfahren haben – sehr unruhig gewesen“, erklärt Sozialdezernent Sven Heindorf. Die Nerven hätten bei vielen Eltern aus Angst um den Arbeitsplatz blank gelegen. „Wir als Verwaltungsvorstand haben dafür absolutes Verständnis und bedauern es umso mehr, dass es zu diesem Fehler gekommen ist. Wir haben die Fehler jetzt korrigiert und werden den Eltern umgehend die neuen Schreiben mit den geänderten Betreuungszeiten zukommen lassen“, versichert Sven Heindorf.

Der Sozialdezernent und die Leitung des Kinderbetreuungsamtes, Anke Schwark, hatten ihre Urlaube unterbrochen oder verkürzt und in den vergangenen Tagen die die Tabellenwerke für die Betreuungszeiten aufgearbeitet, um die Fehler auszumerzen. „Die Überarbeitung der Zahlen hat ergeben, dass es nur noch in den Kindertagesstätten in Großgoltern und Ostermunzel sowie in der Einrichtung Egestorf I wahrscheinlich nicht gelingen wird, die Wünsche der Eltern bei den Betreuungszeiten abzubilden.“ Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dem Bürgermeister und dem Sozialdezernenten zufolge aktuell dabei, die Überarbeitung der Berechnungsgrundlage abzuschließen und endgültige Gewissheit zu schaffen. Zudem versichern Henning Schünhof und Sven Heindorf, dass die Verwaltung mit Hochdruck daran arbeiten werde, die Situation in den drei Einrichtungen Egestorf I, Ostermunzel und Großgoltern so schnell wie möglich zu verbessern.

Wie Sven Heindorf und Henning Schünhof betonen, seien aktuell Stellenanzeigen für insgesamt neun Einrichtungen geschaltet, wobei die Hälfte der Stellen in Vollzeit ausgeschrieben sei. Die beiden machen deutlich, dass diese Stellen auch teilzeitgeeignet seien. Darüber hinaus befinden sich weitere Stellen bereits im Einstellungsverfahren. „Bei fast allen Ausschreibungen streben wir eine Anstellung zum nächstmöglichen Zeitpunkt an. Wir freuen uns daher auf jede Bewerbung, die bei uns eingeht“, unterstreicht der Verwaltungschef. „Bei Fragen wie etwa zu den betreffenden Einrichtungen und deren Konzepten, den Zusatzleistungen wie dem Deutschland-Ticket, dem Gesundheitsangebot und der betrieblichen Altersversorgung stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kinderbetreuungsamtes gerne zur Verfügung“, sagt der Bürgermeister abschließend.

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