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Tempo 30 in Empelde: Modellprojekt endet – Geschwindigkeitsbegrenzung bleibt auf ausgewählten Strecken

Symbolfoto. Quelle: pixabay.

Empelde. Nach gut einem Jahr zieht die Stadt Ronnenberg Bilanz: Das Modellprojekt „Tempo 30 in Ortsdurchfahrten der Region Hannover“ ist abgeschlossen. Ronnenberg hatte sich mit dem Stadtteil Empelde als eine von mehreren Kommunen dem regionsweit angelegten und wissenschaftlich begleiteten Verkehrsversuch angeschlossen, der unter Federführung der Region Hannover durchgeführt wurde.

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Seit Januar 2025 galt auf den Kreisstraßen K 234 (Ronnenberger Straße, Hirtenstraße und Berliner Straße) und K 235 (Nenndorfer Straße) versuchsweise eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h. Die Auswertung zeigt: Die Geschwindigkeiten sind moderat gesunken, ein vollständiger Gewöhnungseffekt blieb jedoch aus. Auf Grundlage der Ergebnisse wird Tempo 30 künftig nur noch auf rechtlich begründbaren Teilstrecken dauerhaft beibehalten.

Die Auswertung des Projekts erfolgte auf Basis von Geschwindigkeitsmessungen sowie der Analyse von Fahrzeugbewegungsdaten. Über alle teilnehmenden Kommunen hinweg sanken die Durchschnittsgeschwindigkeiten um durchschnittlich zehn Prozent gegenüber Tempo 50.

Die Untere Straßenverkehrsbehörde der Stadt Ronnenberg hat nun auf Basis der Empfehlungen der Region Hannover geprüft, welche Teilstrecken für eine dauerhafte Anordnung von Tempo 30 in Betracht kommen. Voraussetzung ist eine rechtlich tragfähige Begründung, etwa durch hochfrequentierte Schulwege, Fußgängerüberwege, Alten- und Pflegeeinrichtungen oder sogenannte Lückenschlüsse bis zu einer Länge von 500 Metern. Auf folgenden Streckenabschnitten wird es künftig eine dauerhafte Tempo-30-Regelung geben:

Berliner Straße (K 234)

Tempo 30 gilt dauerhaft im Bereich des Fußgängerüberwegs zwischen der Kreuzung Hirtenstraße und einem Abschnitt kurz hinter dem Überweg. Begründung ist die hohe Zahl von Querungsvorgängen, unter anderem durch die Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten und einem Altenheim.

Nenndorfer Straße (K 235)

Tempo 30 bleibt in zwei Bereichen bestehen: im Abschnitt rund um die Stadtbahnhaltestelle bis zur Einmündung Bruchstraße wegen des erhöhten Fußgängeraufkommens an Bus- und Bahnhaltestellen sowie im Abschnitt von der Einmündung Bruchstraße bis zur Einmündung Häkenstraße. Dieser Bereich ist als hochfrequentierter Schulweg eingestuft, da Kinder aus mehreren Wohngebieten diesen Weg zur Grundschule nutzen. Hier gilt Tempo 30 künftig werktags von 7 bis 20 Uhr.

Auf allen übrigen Abschnitten gilt künftig wieder die gesetzliche Regelgeschwindigkeit von 50 km/h.

„Die Auswertung hat gezeigt, dass eine pauschale Ausdehnung von Tempo 30 auf alle Hauptverkehrsstraßen weder akzeptiert wird noch rechtlich haltbar ist. Wir setzen die Begrenzung dort ein, wo sie tatsächlich Sicherheit bringt und wo wir sie begründen können. Das ist der richtige Ansatz.“, sagt Svenja Ryll, Leiterin der Unteren Straßenverkehrsbehörde der Stadt Ronnenberg

 

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