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Strategische Allianz am Deister: Egestorf und Langreder bündeln Volleyball-Kräfte

Mirko Wächter (l.), Spartenleiter Volleyball TSV Langreder, mit Dirk Bönnen, Spartenleiter Volleyball TSV Egestorf. Foto: privat.

Barsinghausen. In der Volleyballlandschaft am Deister bahnt sich eine große Veränderung an. Was sich durch die gemeinsame Nutzung des Schulzentrums „Am Spalterhals“ bereits informell abzeichnete, ist nun offiziell: Die Volleyball-Abteilungen des TSV Egestorf und des TSV Langreder gehen eine umfassende Kooperation ein. Das Besondere dabei: Die Vereine setzen auf eine klare Arbeitsteilung, um sowohl den leistungsorientierten Sport als auch den Breitensport optimal zu fördern.

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Zwei Marken, eine Philosophie

Die Verantwortlichen beider Vereine haben sich auf ein Modell geeinigt, das die jeweiligen Stärken der Sparten betont. Statt in Konkurrenz um Mitglieder und Hallenzeiten zu treten, wird die sportliche Identität nach Schwerpunkten aufgeteilt.

1. Leistungsorientierten Sport und Jugend unter der Flagge des TSV Langreder

Im offiziellen Spielbetrieb des Nordwestdeutschen Volleyball-Verbands (NWVV) treten künftig alle Mannschaften – von den Damen und Herren bis hin zu den über 100 Kindern und Jugendlichen – einheitlich unter dem Namen TSV Langreder an.
Der TSV Langreder hat sich in den letzten Jahren zum regionalen Kraftzentrum im Punktspielbetrieb entwickelt. Durch die Bündelung der Talente aus beiden Vereinen unter diesem Namen können schlagkräftigere Kader für die Bezirks- und Landesligen geformt werden, ohne dass Nachwuchstalente zu den großen Clubs nach Hannover abwandern müssen.

2. Breitensport und Hobby-Runden unter der Flagge des TSV Egestorf

Umgekehrt wird der gesamte Hobby- und Freizeitbereich künftig unter dem Namen des TSV Egestorf geführt. Der Verein blickt auf eine lange Tradition im Breitensport zurück – allen voran die weithin bekannten „Deister-Volleys“.
Durch diese Konzentration wird Egestorf zum zentralen Anlaufpunkt für alle, die Volleyball ohne den Druck des wöchentlichen Ligabetriebs, aber mit großer Leidenschaft und Geselligkeit betreiben wollen. Auch hier profitieren die Mitglieder von den gemeinsamen Ressourcen und der engen Verzahnung der Trainerstäbe.

Ein Modell für die Zukunft

„Wir beenden das Kirchturmdenken“, heißt es aus den Spartenleitungen. Die Kooperation ermöglicht eine effizientere Nutzung der knappen Hallenzeiten im Schulzentrum Am Spalterhals und sorgt für eine klare Struktur: Wer Ambitionen im Ligabetrieb hat, findet sein Team beim TSV Langreder; wer den sportlichen Ausgleich sucht, ist beim TSV Egestorf zu Hause.

Für die Stadt Barsinghausen bedeutet dieser Schritt eine enorme Aufwertung des Sportstandorts. Die Volleyball-Kooperation am Deister könnte als Vorbild für andere Vereine dienen, die mit ähnlichen Herausforderungen wie Trainermangel oder schwindenden Mitgliederzahlen in einzelnen Altersklassen zu kämpfen haben.

Die ersten gemeinsamen Spieltage unter der neuen Flagge werden bereits mit Spannung erwartet – die Fans können sich jedenfalls auf geballte Volleyball-Kompetenz „Am Spalterhals“ freuen.

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