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sprinti statt Stadtbus: On-Demand-Angebot etabliert sich in Barsinghausen

sprinti in Barsinghausen: Bundestagsabgeordneter informiert sich über On-Demand-Verkehr. (v.l.) Sebastian Offermann (Region Hannover), Nils Köster (Geschäftsführer Via), Bundestagsabgeordneter Tilman Kuban, Helmut Lübeck (CDU-Fraktion Region Hannover) und Szilvia Kalmar (Via).

Barsinghausen. Das On-Demand-Angebot sprinti ist ein zusätzliches Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in weiten Teilen der Region Hannover. Der Bundestagsabgeordnete Tilman Kuban (CDU) hat sich nun in Barsinghausen gemeinsam mit dem Unternehmen Via Mobility sowie Vertretern der Region Hannover über das System informiert. Im Fokus stand dabei die Frage, wie das Angebot langfristig verstetigt werden kann, damit Mobilität allen Bürgerinnen und Bürgern gleichermaßen zur Verfügung steht.

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Gemeinsam wurde zunächst eine Probefahrt mit dem sprinti durch Barsinghausen durchgeführt. Anschließend fand ein Gespräch in einem Café statt.

Derzeit wird das sprinti-Angebot noch bis Ende 2027 von der Region Hannover finanziert. Aufgrund der positiven Erfahrungen sowie möglicher Kosteneinsparungen gegenüber wenig ausgelasteten Linienbusfahrten soll das Angebot jedoch auch darüber hinaus bestehen bleiben.

„Es gibt in der Politik einen starken Rückhalt für den sprinti“, erklärte Sebastian Offermann vom Team Verkehr der Region Hannover.

Positive Umfragewerte

Das On-Demand-Angebot „sprinti“ der Region Hannover wird von vielen Nutzern inzwischen als wichtiger Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs angesehen. Das zeigt eine Onlinebefragung des Deutschen Instituts für Urbanistik im Auftrag der Region. Hauptgründe für die Nutzung sind Umweltbewusstsein, Kostenvorteile, der Wegfall der Parkplatzsuche sowie ein höherer Komfort. Die Studie zeigt außerdem, dass sprinti eine wichtige Lücke im ÖPNV schließt: Rund 17 Prozent der Fahrten wären ohne das Angebot gar nicht durchgeführt worden – vor allem wegen fehlender Bus- oder Bahnverbindungen oder zu weit entfernter Haltestellen.

Mobilität als Motor der Teilhabe

„Die Balance zwischen Kosten und Fahrkartenpreisen muss stimmen“, sagte Helmut Lübeck von der CDU-Fraktion in der Region Hannover. Auch Tilman Kuban betonte die gesellschaftliche Bedeutung des Angebots: „Mobilität ist ein wichtiger Faktor für gesellschaftliche Teilhabe. Ob ich Freunde, Familie oder Veranstaltungen erreichen kann – das ist unabhängig vom Alter von großer Bedeutung.“ Gleichzeitig müsse bei angespannten öffentlichen Haushalten auch die Finanzierung langfristig gesichert sein.

Betreiber reagiert flexibel auf Nachfrage

Nach Angaben des Betreibers Via Mobility werden die Fahrdaten regelmäßig ausgewertet, um das Angebot an die Nachfrage anzupassen. â€žWir können innerhalb weniger Wochen auf Veränderungen reagieren und müssen nicht auf den nächsten Fahrplanwechsel warten“, erklärte Nils Köster, Director of Operations bei Via. Zuletzt wurde die Fahrzeugflotte von 120 auf 130 Fahrzeuge erweitert. Gleichzeitig setzt das Unternehmen zunehmend auf Elektromobilität. Auch die Barrierefreiheit soll künftig weiter verbessert werden. Langfristig könnten zudem autonome Fahrzeuge eine Rolle spielen. „Gerade abends und nachts könnten künftig verstärkt autonome Fahrzeuge eingesetzt werden“, so Köster, „Doch das wird die Zukunft zeigen.“

sprinti statt Barsinghäuser Stadtbus

Auch in Barsinghausen wird das Angebot laut Betreibern gut angenommen. Pro Monat nutzen rund 8.000 Fahrgäste den sprinti. „Die Fahrgastzahlen des früheren Stadtbusses waren nicht besonders hoch“, erklärte Sebastian Offermann. „Deshalb war der Wechsel zu einem On-Demand-System der richtige Schritt.“ Das Feedback aus Barsinghausen werde weiterhin genau beobachtet. Laut Via wurde zuletzt auch die Zahl der virtuellen Haltestellen erhöht, um den Service weiter zu verbessern.

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