Gehrden. Bei Bauarbeiten im Bereich der Hangstraße in Gehrden sind Anfang der Woche mehrere Skelette entdeckt worden. Dies hat die Stadt Gehrden bestätigt. Die Funde werden derzeit von Archäologen im Auftrag der Region Hannover untersucht und dokumentiert.
Bei den Bauarbeiten in der Hangstraße in Gehrden sind Archäologen auf die Überreste eines frühmittelalterlichen Gräberfelds gestoßen. Die Entdeckung von sieben Körperbestattungen unterstreicht die archäologische Bedeutung des Osthangs des Gehrdener Berges. Bisher konnten keine Grabbeigaben festgestellt werden, doch die systematische Freilegung, Dokumentation und Bergung der Funde steht noch am Anfang.
Die Region Hannover als zuständige Untere Denkmalschutzbehörde hatte die Baumaßnahme von Beginn an fachlich begleitet, da der Bereich bereits seit Langem als archäologisch sensibel gilt. Bereits 1950 waren hier bei Bauarbeiten Skelettfunde gemacht worden.
Aktuell wird davon ausgegangen, dass die neu entdeckten Gräber in das Frühmittelalter datieren. Sie reiht sich ein in eine Serie ähnlicher Funde in der Umgebung: Zuletzt wurden frühgeschichtliche Körperbestattungen am Schäfereiweg und auf dem Gelände des ehemaligen Vorwerks dokumentiert. Die aktuellen Grabungen bestätigen damit die langjährige Nutzung des Areals als Bestattungsplatz über mehrere Jahrhunderte hinweg.
Nach Abschluss der archäologischen Arbeiten wird die Fläche für die geplante Baumaßnahme freigegeben.

