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Schluss mit Durchschreibepapier: Stadt modernisiert seine „Knöllchen“

Erster Stadtrat Stefan Zeidler. Quelle: Archivbild.

Barsinghausen. Bei der Ahndung von Park- und Verkehrsverstößen soll künftig eine digitale Lösung zum Einsatz kommen. Statt Verwarnungen handschriftlich auf Papierformularen auszufüllen, sollen die zuständigen Mitarbeiter des Ordnungsamts künftig mit Smartphones und Thermodruckern ausgestattet werden.

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Verwarnungen werden per App erfasst

Erster Stadtrat Stefan Zeidler kündigte die Umstellung im letzten Ordnungsausschuss an: „Wir sind noch die letzte Kommune, die mit Durchschreibepapier arbeitet. Das hat bald ein Ende.“ Die Mitarbeiter sollen die notwendigen Angaben künftig direkt vor Ort über eine App erfassen können.

Anschließend wird die Verwarnung auf wetterbeständigem, weißem Thermopapier ausgedruckt und am Fahrzeug angebracht. Die „Tickets“ enthalten weiterhin alle relevanten Informationen zum festgestellten Verstoß, zur Ahndung und zur Zahlung des Verwarnungsgeldes.

QR-Code soll Zahlung erleichtern

In einem zweiten Schritt ist vorgesehen, die Verwarnungen mit einem QR-Code zu versehen. Damit soll das Verwarnungsgeld direkt und ohne größeren Aufwand bezahlt werden können, erklärte Zeidler. Eine Überweisung des Verwarnungsgeldes soll weiterhin auch ohne Nutzung des QR-Codes möglich sein.

Für Betroffene ändert sich ansonsten nichts

Wichtig: Das Verwarnungsverfahren selbst wird nicht vollständig digitalisiert. Es erfolgt auch keine digitale Übermittlung der Verwarnung an die betroffenen Verkehrsteilnehmer. Lediglich die Erteilung der Verwarnung vor Ort soll künftig über eine digitale Anwendung erfolgen.

Für die Betroffenen ändert sich am Verfahren ansonsten nichts. Das ausgedruckte Ticket wird wie bisher am Fahrzeug angebracht, teilt die Stadtverwaltung mit.

Einführung bis Anfang 2027 geplant

Wann genau die neue Technik eingesetzt werden kann, steht derzeit noch nicht verbindlich fest. Nach den bisherigen Planungen soll die Umstellung bis Anfang 2027 erfolgen.

Des weiteren, so Zeidler im Ausschuss, seien weitere Kameras für stationäre Blitzer ausgeschrieben worden. Erst nach der Inbetriebnahme, soll der angekündigte Blitzeranhänger ausgeschrieben und angeschafft werden.

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