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Ronnenberger Johanniter sind bereit für ihr Einsatzjahr 2026

Quelle: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., OV Deister.

Ronnenberg. Fahrzeuge, Einsatzkleidung und jede Menge Material: All das nahmen die acht Frauen und Männer vom Ortsverband Deister beim ersten größeren Sanitätsdiensteinsatz der Ronnenberger Johanniter in diesem Jahr nach Köln mit. Also alles, was sie beim besucherstarken Karnevalsevent im vergangenen Wochenende einschließlich Rosenmontag brauchten. Mit dabei waren auch zwei frisch angeschaffte Pax-Notfall-Rucksäcke in leuchtendem Rot und Blau.

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Knapp 600 Euro kostet so ein Rucksack-Paar; weitere vier Sets schaffen die Johanniter vom Ortsverband Deister noch an und ersetzen ältere Modelle. Mit Materialerneuerung, aber auch mit Fort- und Ausbildungen bereiten sich die Ronnenberger Ehrenamtlichen auf ihr Einsatzjahr 2026 vor. Es wird wieder intensiv.

Schon 2025 bauten Rettungssanitäterin Lena Köhne und Notfallsanitäter Niklas Tracht – sie sind das Leitungsteam für die rund 60 ehrenamtlich Aktiven im Ortsverband Deister – den Einsatztakt aus. Insgesamt leisteten die Ronnenberger im Vorjahr knapp 9.700 Einsatzstunden (2024: 9.400 Stunden) bei 63 Sanitätsdiensten (2024 waren es 54 Einsätze). Mit dabei sind lokale und überregionale Veranstaltungen aus Sport und Kultur. Ob auf dem Waldberg Empelde, bei Inline-Skaterhockey-Spielen der Empelde Maddogs oder beim Schlagermove Hamburg, dem Hannover-Marathon, bei Fußballspielen und Konzerten oder auf großen Festivals in Nordrhein-Westfalen. „Mein persönliches Highlight ist das Parookaville-Festival“, sagt Notfallsanitäter Tracht.

Das Parookaville gilt als das größte deutsche Electronic-Music-Festival. In Weeze fand es im vorigen Jahr zum zehnten Mal statt; das Jubiläums-Event besuchten rund 225.000 Fans. Die Johanniter stellten 800 Einsatzkräfte für die sanitätsdienstliche Betreuung aus mehreren Bundesländern. Die Ronnenberger Johanniter waren mit 27 Ehrenamtlichen dabei. Ein ähnlich großes Engagement erwartet Niklas Tracht wieder im Juli dieses Jahres. Einnahmen aus solchen Einsätzen kommen wiederum der Anschaffung von Ausrüstung sowie der Ausbildung der Ehrenamtlichen zugute.

Der Ortsverband Deister bildet seine Einsatzkräfte zu Sanitätshelfenden aus. Ein solcher Lehrgang findet bald wieder an mehreren Wochenenden statt; für Mitte März ist ein Prüfungstag geplant. Mit dabei sind Ehrenamtliche, die erst kürzlich in die Helferschaft eintraten. Aber auch Nachwuchskräfte aus der Johanniter-Jugend nehmen teil. Erwachsene Johanniter können sich im Katastrophenschutz und bei Sanitätsdiensten engagieren. Grundvoraussetzung dafür ist der erfolgreich bestandene Sanitätshelfer-Lehrgang. Hinzu kommen weitere Ausbildungsinhalte rund um den Bevölkerungsschutz; etwa Digitalfunk, praktische Übungen beim Aufbau von Unfallhilfsstellen oder Einsatzübungen. Damit sind die Ronnenberger auch für komplexe Einsatzlagen gerüstet. Für Aufgaben also, wie sie nach der Flutkatastrophe 2021 im Ahrtal oder 2023 beim Evakuierungseinsatz nach einem Kampfmittelfund in Laatzen von Hilfsorganisationen wie der JUH übernommen wurden.

Selbstschutz und Vorsorge

„Wir bereiten auch Privatpersonen darauf vor, sich in Notlagen richtig zu verhalten“, betont der Ronnenberger Dienststellenleiter Olav Grote. Mit Erste-Hilfe-Trainings oder der Ausbildung von Brandschutzhelfenden etwa. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) finanziert zudem ein Ausbildungsprogramm, um die Resilienz in der Bevölkerung zu stärken. „Erste Hilfe mit Selbstschutzinhalten“ heißt das Kurspaket mit verschiedenen Modulen. Teilnehmende lernen dabei unter anderem, wie sie lang anhaltende Stromausfälle oder ähnliche Ausnahmesituationen besser bewältigen können. Die Johanniter bieten in der Region Hannover im März neue Termine an. Selbstschutz heißt dabei: lernen, sich selbst und seinen Mitmenschen zu helfen.

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