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Neues Jugendhaus auf Klein Basche: Dachschaden und Lieferverzögerung bremsen Bau

Barsinghausen. Beim geplanten Ausbau des Kinder- und Jugendhauses auf dem Spielplatz Klein Basche sind die vorbereitenden und baulichen Arbeiten bereits weit fortgeschritten. Gleichzeitig sorgen die verspätete Lieferung des geplanten Fertigbauteils und Schäden am Dach des Bestandsgebäudes für Verzögerungen. Einen detaillierten Zeitplan für die Fertigstellung will die Verwaltung derzeit noch nicht vorlegen.

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Veranstaltungsraum und neuer Sanitärtrakt

Im Rahmen der Baumaßnahme soll das bestehende Kinder- und Jugendhaus erweitert und saniert werden. Geplant sind ein neuer Veranstaltungsraum mit rund 90 Quadratmetern sowie ein etwa 45 Quadratmeter großer Sanitärtrakt. Insgesamt soll das Jugendhaus nach Abschluss der Arbeiten rund 160 Quadratmeter Fläche umfassen.

Der neue Veranstaltungsraum soll unter anderem für größere Gruppen und gemeinschaftliche Angebote von Kindern und Jugendlichen zur Verfügung stehen. Vorgesehen sind außerdem eine Küche mit Theke sowie ein Büro für die Mitarbeiter. Die Räumlichkeiten sollen außerhalb der regulären Nutzung des Jugendhauses auch für Veranstaltungen und private Feiern angemietet werden können.

Der Veranstaltungsraum wird als Fertigbauelement errichtet und soll an das bestehende Gebäude angebaut werden.

Viele Arbeiten bereits abgeschlossen

Wie die Verwaltung im letzten Bauausschuss berichtete, wurden auf dem Gelände bereits zahlreiche Arbeiten durchgeführt. Dazu gehörten unter anderem die Baustelleneinrichtung und Freimachung des Baufeldes, Erdarbeiten sowie die Mauerwerksarbeiten.

Der Massivbau des neuen Sanitärtraktes ist inzwischen errichtet. Auch die Abdichtungen, die Bodenplatte, das Wärmedämmverbundsystem und die Fenster wurden bereits hergestellt beziehungsweise eingebaut. Darüber hinaus sind Trockenbaukonstruktionen vorhanden und die Sanitär- und Elektroinstallationen vorbereitet. Der Innenputz wurde ebenfalls bereits aufgetragen.

Lieferung des Fertigbauteils mehrfach verzögert

Eine wesentliche Verzögerung gibt es beim zentralen Fertigbauteil für den Veranstaltungsraum. Die Fertighalle wurde nach Angaben der Verwaltung bereits im März 2025 beim Hersteller beauftragt. Ursprünglich sollte sie am 6. Juli 2026 geliefert werden.

Kurz vor dem vorgesehenen Liefertermin teilte der Hersteller jedoch mit, dass die eigenen Auftragsbücher zu voll seien und das Bauteil nicht rechtzeitig gefertigt werden könne.

Als neuer Liefertermin wurde der 6. Oktober 2026 genannt. Ob dieser Termin tatsächlich eingehalten werden kann, ist nach Angaben der Verwaltung allerdings noch nicht abschließend sicher. In Gesprächen habe der Hersteller bereits angedeutet, dass weiterhin eine hohe Auslastung bestehe.

Die Stadt gehe zunächst davon aus, dass die Lieferung Anfang Oktober erfolgen werde. Sollte es zu einer weiteren Verzögerung kommen, werde geprüft, ob der Vertrag mit dem Hersteller gekündigt und Mehrkosten geltend gemacht werden können. Dies müsse allerdings zunächst rechtlich geprüft werden.

Wasserschaden am Dach des Bestandsgebäudes

Eine weitere Verzögerung entstand durch Schäden am Dach des bestehenden Jugendhauses. Im Zuge der Bauarbeiten war die Dachhaut im Übergangsbereich zwischen Bestandsgebäude und Neubau eingeschnitten worden. Nach Angaben der Verwaltung wurde die Stelle anschließend nicht ausreichend abgedichtet.

Nach mehreren Hinweisen kam es während der stärkeren Regenfälle im Sommer dazu, dass Wasser in die Dämmschicht eindrang. Die Dämmung wurde dabei großflächig durchnässt.

Die Versicherung des beteiligten Bauunternehmens ließ den Schaden vor Ort begutachten. Zunächst sollte versucht werden, die betroffene Dämmung mithilfe einer Trocknungsanlage zu trocknen.

Der Versuch führte jedoch zu weiteren Problemen. Durch die Trocknungsarbeiten entstanden im Dachbereich großflächige Wellen und Verformungen. Nach Einschätzung der Verwaltung ist die betroffene Dachkonstruktion dadurch insgesamt als Totalschaden zu bewerten.

Neues Dach nach aktuellen Vorgaben

Der verantwortliche Bauunternehmer habe den Schaden seiner Versicherung gemeldet und sich grundsätzlich bereit erklärt, die beschädigte Dachfläche wiederherzustellen. Im weiteren Verlauf musste allerdings geklärt werden, dass bei der Erneuerung des Daches die aktuell geltenden technischen Anforderungen eingehalten werden müssen.

Unter anderem ist nach Angaben der Verwaltung ein größerer Aufbau und eine stärkere Dämmung erforderlich. Die Versicherung habe diese zusätzlichen Anforderungen inzwischen akzeptiert. Die Arbeiten zur Wiederherstellung des Daches haben bereits begonnen.

Für die Stadt sollen dadurch keine zusätzlichen Kosten entstehen.

Fertigstellung frühestens im ersten Quartal 2027

Neben dem Fertigbauteil stehen noch weitere Arbeiten aus, darunter Elektroarbeiten und Arbeiten im Außenbereich. Auch die Aufstellung des Fertigbauteils ist nach dessen Lieferung noch erforderlich.

Einen verbindlichen detaillierten Zeitplan für die Fertigstellung konnte und wollte die Verwaltung im Bauausschuss deshalb noch nicht vorlegen. Zwar sei eine Fertigstellung im Laufe des ersten Quartals 2027 grundsätzlich denkbar. Einen konkreten Termin wolle man jedoch erst nennen, wenn feststehe, dass das Fertigbauteil tatsächlich am 6. Oktober geliefert werde.

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