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Nahverkehrsplan 2026: Neue Busverbindungen für Wennigsen stehen auf dem Prüfstand

Haus der Region in Hannover.

Hannover/Wennigsen. Die Region Hannover hat den Entwurf des Nahverkehrsplans 2026 beschlossen. Damit startet jetzt das Beteiligungsverfahren, in dem auch die Städte und Gemeinden ihre Anregungen und Änderungswünsche einbringen können. Für Wennigsen enthält der Entwurf mehrere interessante Ansätze: Unter anderem sollen eine bessere Busanbindung des Bahnhofs Holtensen-Linderte und eine neue Verbindung über mehrere Gemeindegrenzen hinweg geprüft werden.

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Die Regionsversammlung hatte den Entwurf des Nahverkehrsplans (NVP) im Oktober beschlossen. Nun beginnt die förmliche Anhörung. Neben den Städten und Gemeinden können auch benachbarte Aufgabenträger, Verkehrsunternehmen, Fahrgastverbände, Straßenbaulastträger und die Landesnahverkehrsgesellschaft Stellung nehmen. Dafür ist eine Frist von sechs Monaten vorgesehen.

Nach Abschluss des Verfahrens wertet die Regionsverwaltung die eingegangenen Anregungen und Bedenken aus. Die endgültige Verabschiedung des Nahverkehrsplans ist für den Sommer 2027 geplant.

Nahverkehrsplan gibt die Richtung für Bus und Bahn vor

Die Region Hannover ist für den öffentlichen Personennahverkehr zuständig und muss nach dem Niedersächsischen Nahverkehrsgesetz alle fünf Jahre einen Nahverkehrsplan aufstellen. Dieser legt die Ziele und Standards für die Entwicklung des Bus- und Bahnverkehrs fest und fasst geplante Maßnahmen zusammen.

Der Entwurf für 2026 orientiert sich an vier zentralen Zielen: mehr Verkehrsangebot für die Mobilitätswende, eine lückenlose und nachhaltige Mobilität, ein einfacher, sicherer und barrierefreier öffentlicher Nahverkehr sowie komfortable und zuverlässige Verbindungen.

Zu den Schwerpunkten gehören der Ausbau der Schieneninfrastruktur, die Weiterentwicklung des Busverkehrs und die bessere Verknüpfung mit dem On-Demand-Angebot sprinti.

Allerdings bedeutet die Aufnahme einer Maßnahme in den Nahverkehrsplan noch nicht, dass sie innerhalb der kommenden fünf Jahre tatsächlich umgesetzt wird. Die Maßnahmenliste ist als langfristiger Entwicklungsplan angelegt. Ob und wann einzelne Vorhaben realisiert werden können, hängt auch von den verfügbaren finanziellen und personellen Ressourcen ab.

Diese Verbesserungen werden für Wennigsen geprüft

Trotz der angespannten Haushaltslage und begrenzter finanzieller Spielräume enthält der Entwurf mehrere Ansätze, die für Wennigsen von Bedeutung sein könnten.

Ein wichtiger Punkt betrifft den Bahnhof Holtensen-Linderte. Vorgesehen ist, eine Einbindung in die Busverbindung Bredenbeck – Linderte – Weetzen – Ronnenberg zu prüfen. Eine solche Anbindung wird vor Ort bereits seit längerer Zeit gefordert.

Darüber hinaus steht eine mögliche Busverbindung über mehrere Kommunen hinweg auf der Prüfliste. Sie könnte von Wennigsen über Bennigsen, Gestorf und Schulenburg bis nach Barnten führen.

Auch bei der Barrierefreiheit schneidet Wennigsen vergleichsweise gut ab: Rund 91 Prozent der Haltestellen in der Gemeinde sind bereits barrierefrei. Damit liegt Wennigsen an der Spitze der Kommunen in der Region Hannover. Der Durchschnitt in der gesamten Region beträgt rund 50 Prozent.

Ein weiteres Vorhaben betrifft die Deisterbahn. Ihre Beschleunigung ist als Infrastrukturmaßnahme im Zielkonzept S-Bahn Hannover aufgeführt. Ein konkreter Zeitrahmen für die Umsetzung ist allerdings noch nicht genannt.

SPD will Interessen Wennigsens in die Anhörung einbringen

Jonas Farwig, SPD-Regionsabgeordneter und verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Regionsfraktion aus Wennigsen, bewertet insbesondere die Aufnahme des Bahnhofs Holtensen-Linderte in den Nahverkehrsplan positiv.

„Dass der Bahnhof Holtensen-Linderte im Nahverkehrsplan auftaucht, ist ein wichtiges Signal. Die Anbindung per Bus fordern wir seit Jahren, denn sie würde Bredenbeck und Holtensen besser mit der S-Bahn verknüpfen.“

Gleichzeitig mahnt Farwig, die Aufnahme als Prüfauftrag nicht mit einer verbindlichen Zusage zu verwechseln. Angesichts der finanziellen Situation der Region sei dies noch keine Garantie für eine Umsetzung.

„Deshalb werden wir das Beteiligungsverfahren nutzen, um die Wennigser Anliegen einzubringen und auf Verbindlichkeit zu drängen“, kündigt Farwig an.

Welche Maßnahmen letztlich in den endgültigen Nahverkehrsplan aufgenommen werden und wann sie umgesetzt werden können, wird sich nach Abschluss des Beteiligungsverfahrens zeigen.

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