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Nach 30 Jahren als Ortsbrandmeister übergibt Andreas Keese den Staffelstab

Andreas Keese leitete durch diese letzte seiner 30 Jahreshauptversammlungen. Quelle: Feuerwehr Ronnenberg.

Ronnenberg. Ortsbrandmeister Andreas Keese begrüßte am Freitagabend Kameraden und Gäste zur Jahreshauptversammlung im Ronnenberger Gemeinschaftshaus. Trotz diverser Wetterwarnungen und Schneetreiben waren rund 80 Personen gekommen. Für Keese war es nach insgesamt 30 Jahreshauptversammlungen die letzte als Ortsbrandmeister.

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Als Nachfolger für das Amt des Ortsbrandmeisters ab Mitte Juni 2026 – bis dahin bleibt Keese noch im Amt – wurde Maximilian Lüerßen vorgeschlagen. Zum stellvertretenden Ortsbrandmeister soll Markus Gust gewählt werden. Beide Personalvorschläge werden dem Rat der Stadt Ronnenberg zur Bestätigung und Vereidigung vorgelegt.

Keese nutzte die Gelegenheit, um sich ausdrücklich bei Rat und Verwaltung für die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu bedanken.

Große Investitionen in den Fuhrpark geplant

Ein weiterer Schwerpunkt seines Berichts lag auf den geplanten Erneuerungen des Fuhrparks. Vorgesehen ist der Austausch mehrerer Fahrzeuge: Der Einsatzleitwagen soll durch ein technisch modernes Nachfolgefahrzeug ersetzt werden. Das bisherige Tanklöschfahrzeug soll künftig durch ein Löschgruppenfahrzeug ersetzt werden, das ähnlich viel Wasser mitführt, jedoch deutlich flexibler einsetzbar ist und mehr Ausrüstung aufnehmen kann. Der Mehrzweckwagen soll durch ein Mannschaftstransportfahrzeug sowie einen Gerätewagen Nachschub ergänzt werden, um den wachsenden logistischen Anforderungen an Einsatzstellen besser gerecht zu werden.

Würdigung für 30 Jahre Ortsbrandmeister

Ein besonderer Moment der Versammlung war die Ehrung von Andreas Keese für seine 30-jährige Amtszeit als Ortsbrandmeister. Bürgermeister Kratzke überreichte ihm eine Urkunde der Stadt Ronnenberg. Auch Keeses Ehefrau Susanne wurde mit einem Blumenstrauß bedacht – als Dank dafür, ihrem Mann über all die Jahre den Rücken freigehalten zu haben.

Einsatzabteilung: Bericht durch den Stellvertreter

Den Bericht der Einsatzabteilung übernahm stellvertretend Markus Gust. Er ging auf das vergangene Einsatzjahr ein und würdigte die Einsatzbereitschaft der Kameradinnen und Kameraden, die auch unter schwierigen Bedingungen zuverlässig ihren Dienst versahen.

Nachwuchsarbeit: Jugend- und Kinderfeuerwehr im Fokus

Den Bericht der Jugendfeuerwehr hielt Maximilian Lüerßen. Neben einem Rückblick auf das vergangene Jahr gab er einen Ausblick auf kommende Aktivitäten. Zum Abschluss stellte er den neuen Flyer für die geplante Kinderfeuerwehr vor, die im März 2026 gegründet werden soll und damit einen wichtigen Baustein für die Nachwuchsgewinnung darstellt.

Musikzug blickt auf Jubiläumsfest zurück

Martin Pieper berichtete für den Musikzug der Feuerwehr Ronnenberg. Das Jahr 2025 stand dabei ganz im Zeichen des großen Festes im September, das sowohl musikalisch als auch kameradschaftlich ein Höhepunkt war.

Grußworte aus Politik und Feuerwehrführung

Bürgermeister Marlo Kratzke ging in seinem Grußwort auf zentrale Zukunftsprojekte ein. Der Neubau des Feuerwehrhauses Ronnenberg, der bereits im Vorjahr angekündigt wurde, habe konkrete Fortschritte gemacht. Ein geeigneter Standort sei gefunden worden: Der Neubau soll gemeinsam mit einer Katastrophenschutzhalle auf dem alten Festplatz entstehen.

Zudem verwies Kratzke auf die Fortschreibung des Feuerwehrbedarfsplans, dessen Ampelsystem künftig als Grundlage für umfassende Modernisierungsmaßnahmen dienen soll.

Ausblick aus Sicht der Region

Brandschutzabschnittsleiter 2, Kristof Schwake, überbrachte die Grüße des frisch eingesetzten Regionsbrandmeisters Sebastian Osterwald. Er bedankte sich für die hervorragende interkommunale Zusammenarbeit, insbesondere bei Einsätzen mit der Drehleiter sowie bei der Besetzung von Fahrzeugen der Regionsfeuerwehr.

Zudem gab er einen Ausblick auf kommende Beschaffungen neuer Fahrzeuge. Auch der Ausbau der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) inklusive Brandhaus und Übungshalle befinde sich weiterhin in Planung, mit einem angestrebten Fertigstellungstermin im Jahr 2030.

Stadtbrandmeister: Entlastung des Ehrenamtes geplant

Stadtbrandmeister Gunnar Scheele dankte Andreas Keese ausdrücklich für seine jahrzehntelange Arbeit, ebenso allen Abteilungen der Ortsfeuerwehr Ronnenberg. Er berichtete über die in Arbeit befindliche neue persönliche Schutzausrüstung für Wald- und Vegetationsbrände, deren erste Teillieferung bereits bestellt sei.

Darüber hinaus müssen die Rüstsätze zur schweren technischen Rettung der Feuerwehren Empelde und Ronnenberg zeitnah ersetzt werden. Erste Abstimmungstermine hierzu haben bereits stattgefunden.
Zur Entlastung des Ehrenamtes ist zudem die Schaffung einer hauptamtlichen Gerätewartstelle geplant, um Aufgaben wie Fahrzeugwartung oder Kleiderkammer zu unterstützen.

Ehrungen und Beförderungen

Im Rahmen der Versammlung wurden zahlreiche Ehrungen und Beförderungen ausgesprochen. Ronald Bischoff wurde für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Markus Gust erhielt das Feuerwehrehrenkreuz in Bronze, verliehen durch Kristof Schwake.

Maximilian Lüerßen wurde mit dem Ehrenzeichen der Niedersächsischen Jugend- und Kinderfeuerwehr ausgezeichnet, überreicht von Landesjugendfeuerwehrwart Matthias Düsterwald.

Aufgrund der Anpassungen der Feuerwehrverordnung kam es zudem zu einer Vielzahl an Beförderungen innerhalb der Wehr.

Mathias Schmidt wurde zum Feuerwehrmann ernannt. Tyler Dombeck, Hannes Pieper, Lars Pieper und Ronas Toprakli wurden zu Oberfeuerwehrmännern befördert Jan Pieper ist nun Hauptfeuerwehrmann. Stephanie Niedrig ist nun Löschmeisterin und Torben Triefenbach Löschmeister. Zum Oberlöschmeister wurde Jens Himmelsbach befördert. Dirk Baumert, Stefan Dohmeier und Christian Niedrig dürfen sich fortan Hauptlöschmeister nennen. Claus-Peter Cziudej, Michael Filippou und Mike Ihlau wurden zu 1. Hauptlöschmeistern befördert.

Aus der Jugendfeuerwehr wurden als Feuerwehrmannanwärter Mika Kulins und Maximilian Reysen in die aktive Wehr übernommen.

Symbolische Staffelübergabe am Ende der Versammlung

Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ kam es zu einem symbolträchtigen Moment: Andreas Keese übergab den Abschluss seiner letzten Jahreshauptversammlung an seinen designierten Nachfolger Maximilian Lüerßen, der die Sitzung schließlich schloss.

Ein Kreis schloss sich dabei auf besondere Weise: Genau so hatte Keese vor rund 30 Jahren die Versammlungsleitung von seinem Vater übernommen. Nun liegt die Verantwortung in den Händen der nächsten Generation.

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