Kirchdorf. Der Sportstättenbau in der Region Hannover erhält auch im Jahr 2026 umfangreiche finanzielle Unterstützung. Im Rahmen einer Veranstaltung am 16. April beim TSV Kirchdorf in Barsinghausen hat der Regionssportbund Hannover (RSB) die bewilligten Fördermittel sowie weitere beantragte Zuschüsse vorgestellt. Aus Barsinghausen gehören der TSV Kirchdorf und der TSV Langreder zu den Empfängern.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Verteilung der Fördergelder des LandesSportbundes Niedersachsen (LSB). Insgesamt profitieren 52 Vereine von den bewilligten Mitteln, die in die Modernisierung und den Ausbau von Sportanlagen fließen sollen.
Rekordförderung für Vereine
Durch die Anhebung der maximalen Fördersumme auf 150.000 Euro erreicht die Unterstützung in diesem Jahr ein neues Niveau. Insgesamt stellt der LSB rund 1,49 Millionen Euro für den Sportstättenbau in der Region zur Verfügung.
„Wir freuen uns sehr, dass sich erneut zahlreiche unserer Vereine dieser aus unserer Sicht zentralen Aufgabe widmen: der Investition in ihre Sportstätten. Damit schaffen sie eine entscheidende Grundlage, um ihre Angebote langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln. Am Donnerstag dürfen wir – Stand heute – Vertreterinnen und Vertreter aus 52 Vereinen in Kirchdorf zur feierlichen Bekanntgabe der bewilligten Fördersummen begrüßen. Durch die Anhebung der maximalen Fördersumme auf 150.000€ erhalten die RSB-Vereine erstmals eine Rekordförderung des LandesSportBundes in Höhe von insgesamt 1.485.160€. Gemeinsam mit weiteren lokalen, kommunalen, staatlichen sowie EU-Fördermitteln ergibt sich sogar eine Gesamtfördersumme von 3.142.350€ – eine Investition, die nachhaltig in die Zukunft unserer Vereinslandschaft wirkt. Unser herzlicher Dank gilt allen Förderern, die unsere Vereine auf diesem Weg so engagiert unterstützen“, erklärt Ulf Meldau, Vorsitzender für Sportpolitik.
Barsinghausens Bürgermeister Henning Schünhof begrüßte die Anwesenden ebenfalls. „Vereine sind ein Ort der Begegnung und des Zusammenhalts. Hier kommen alle Generationen zusammen. Dies muss bewahrt werden, weshalb diese Förderung ein wichtiges Zeichen ist. Aber es geht nicht nur um Geld. Ohne die Ehrenamtlichen vor Ort, die dann auch Projekte umsetzen, geht es nicht.“
Uwe Menneking, Vorsitzender TSV Kirchdorf, stellte als Gastgeber den Verein und die Sportanlagen kurz vor.
Weitere Förderprogramme ergänzen die Finanzierung
Neben den Mitteln des Landes profitieren die Vereine von einer Vielzahl weiterer Förderprogramme. So stellt die Region Hannover über das e.coSport-Programm mehr als 520.000 Euro für energetische Sanierungen bereit, wovon 16 Vereine profitieren.
Zusätzlich erhalten 12 Vereine rund 342.000 Euro für Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel. Auch kommunale Zuschüsse spielen eine wichtige Rolle: 25 Vereine können zusammen mehr als 514.000 Euro aus kommunalen Mitteln und von Sportringen einplanen.
Weitere Gelder stammen aus EU-Förderungen sowie von Stiftungen, Spenden und anderen Fördergebern.
Insgesamt über drei Millionen Euro für den Sportstättenbau
In Summe ergibt sich für das Jahr 2026 eine Gesamtfördersumme von rund 3,14 Millionen Euro. Die Mittel sollen dazu beitragen, die Infrastruktur der Sportvereine zu modernisieren und langfristig zu sichern.
Für den Sportstättenbau in Barsinghausen profitieren im Jahr 2026 zwei Vereine von Fördermitteln:
Der TSV Kirchdorf plant die Sanierung der Laufbahn und der Nebenflächen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 76.143 Euro. Diese Summe ist vollständig förderfähig. Der LandesSportBund Niedersachsen beteiligt sich mit 30.457 Euro, weitere 68.528 Euro stammen aus zusätzlichen Fördermitteln.
Beim TSV Langreder steht die Erneuerung der Heizungsanlage durch eine Wärmepumpe inklusive Warmwasserspeicher im Fokus. Die Maßnahme kostet insgesamt 23.963 Euro, davon sind 14.090 Euro förderfähig. Der Zuschuss des LandesSportBundes beträgt 5.636 Euro, hinzu kommen 21.636 Euro aus weiteren Förderquellen.
Neue Anträge für 2027 möglich
Auch für das kommende Förderjahr können Vereine bereits Anträge stellen. Die Frist für Maßnahmen im Jahr 2027 endet am 30. September 2026. Für größere Projekte mit Kosten ab 25.000 Euro ist vorab ein Beratungsgespräch erforderlich, das bis Mitte Juli geführt werden muss.
Der Regionssportbund empfiehlt den Vereinen, frühzeitig Kontakt aufzunehmen, um die Fördermöglichkeiten optimal zu nutzen.

