Wennigsen. Nachdem Rainer Stieg vom Ende des kleinen Weihnachts- und Osterbaums gelesen hatte, machte er sich Sorgen um das Stein-Labyrinth im Deister und schrieb einen Leserbrief, um auch auf dieses kleine Highlight im Deister aufmerksam zu machen.
„Wer rettet das Labyrinth?
Im Deister gibt es am Gehrbrink mitten im Wald ein Labyrinth, das irgendwann vor vielen Jahren irgendwer aus vielen Steinen gelegt hat. Längst ist es, geschützt unter einem Kronendach uralter Buchen, für manche Menschen zu einem Ort der inneren Einkehr geworden. Dort lebt eine Art Magie des Waldes.
Nun ist allerdings zu erwarten, dass in absehbarer Zeit die Axt (oder der Harvester) an die alten Buchen gelegt wird, damit sie zu Geld werden.
Und es darf befürchtet werden, dass dabei mit der gleichen Sensibilität zu Werke gegangen wird, wie sie an den Tag gelegt wurde, als der Weihnachts- und Osterbaum am Neuen Weg dem Wirtschaftswald geopfert wurde.
Bei dem alten Förster Müller wäre das nicht passiert. Der hat den Wald geliebt. Und der hat es verstanden, Kindern den Zauber einer uralten Hainbuche zu vermitteln.
Gibt es denn heute nicht mehr diese Förster der alten Schule, die so etwas können? Oder gibt es bloß noch Verwalter von Holzplantagen, die den Baum nicht mehr als Wunder der Natur, sondern nur noch als so und so viele Festmeter Holz sehen? Wäre es denn so unmöglich, dort ein paar alte Buchen für Jahrhunderte stehen zu lassen und darunter das Labyrinth für kommende Generationen zu bewahren?
In der Bibel gibt es eine Stelle bei Sirach 6.2-3: Verfall nicht der Macht deiner Gier, denn sie wird deine Früchte verderben und dich zurück lassen wie einen dürren Baum!
Wir sollten mal darüber nachdenken, was im Leben wirklich wichtig ist.“
Gruß
Rainer Stieg
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