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Kultusministerin zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust: „Diese Verbrechen dürfen niemals in Vergessenheit geraten.“

Gedenkstein in Barsinghausen.

Hannover. Vor 81 Jahren wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit. Der 27. Januar ist weltweit ein Tag des Erinnerns – und zugleich ein Auftrag für Gegenwart und Zukunft.

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„Der Holocaust war ein beispielloser Zivilisationsbruch. Millionen Menschen wurden entrechtet, verfolgt und ermordet – Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung und viele weitere“, so die stellvertretende Ministerpräsidentin und Kultusministerin Julia Willie Hamburg. „Mit Trauer, Wut und Fassungslosigkeit blicken wir auf diese Zeit zurück. Diese Verbrechen dürfen niemals in Vergessenheit geraten. Autoritarismus, Antisemitismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entgegenzutreten ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Unsere Verantwortung ist es, das Verständnis dafür zu fördern, wohin Hass, Ausgrenzung und Menschenverachtung führen, und die Menschenwürde zu verteidigen.“

Die niedersächsischen Gedenkstätten leisten einen zentralen Beitrag zur Erinnerungskultur. Sie konfrontieren mit den Folgen des Faschismus und fördern Empathie, Urteilsfähigkeit und demokratisches Bewusstsein. Niedersachsen stärkt diese Arbeit nachhaltig, in dem die Mittel für die regionalen Gedenkstätten verstetigt wurden. Darüber hinaus stellt das Land mit 34 Millionen Euro in den kommenden Jahren Mittel für Investitionen für Ausstellungen, Sanierungs- und Umgestaltungsmaßnahmen zur Verfügung. Kultusministerin Hamburg: „Niedersachsen hat vielfältige Gedenkstätten, die das Erinnern an die Opfer möglich machen und sich in großem Maß für die Demokratiebildung engagieren.“

Angesichts eines Anstiegs antisemitischer Vorfälle kommt auch Schulen eine besondere Verantwortung zu. „Antisemitismus stellt eine Alltagserfahrung von Jüdinnen und Juden dar – das ist unerträglich und inakzeptabel. Diese Entwicklungen gehen auch an den Schulen nicht vorbei“, erklärt Ministerin Hamburg. Gleichzeitig erleben Kinder und Jugendliche Demokratie im Schulalltag ganz konkret. Das Land unterstützt Schulen mit Projekten, Fortbildungen und Materialien, die Handlungssicherheit im Umgang mit Antisemitismus vermitteln und aktuelle gesellschaftliche Konflikte aufgreifen. So werden im Projekt „Schulische Perspektiven gegen Antisemitismus“ Lehrkräfte, Fachberatungen und Mitarbeitende der Regionalen Landesämter für Schule und Bildung zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren qualifiziert, die ihr Wissen direkt in die Schulen sowie die Bildungsverwaltung tragen.

Ergänzend entstehen neue Unterrichtsmaterialien und Materialbände, die den Schulen bei der pädagogischen Auseinandersetzung mit Antisemitismus, anti-muslimischem Rassismus und den Auswirkungen des Nahost-Konflikts unterstützen. Darüber hinaus gestalten Schulen Demokratie aktiv – etwa in Projektwochen, durch die Beteiligung am Programm „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, in Theaterprojekten gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit oder in zahlreichen Kooperationen und Begegnungen.

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