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Jugendliche gestalten Innenstadt: Kunstprojekt bringt neue Perspektiven in die City

Quelle: Stadt Barsinghausen.

Barsinghausen. Wie kann eine Innenstadt aus Sicht junger Menschen aussehen? Welche Orte fallen Jugendlichen auf – und welche Ideen haben sie, um ihre Stadt neu zu denken und zu beleben? Mit diesen Fragen haben sich Schülerinnen und Schüler der KGS Goetheschule in den vergangenen Wochen intensiv auseinandergesetzt. Die Ergebnisse sind seit Anfang Oktober für drei Wochen an verschiedenen Orten in der Barsinghäuser Innenstadt zu sehen.

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Im Rahmen des Kunstprojekts „Thie Times – Ab in die Mitte“ haben die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Perspektiven auf den öffentlichen Raum entwickelt und in unterschiedlichen künstlerischen Formen umgesetzt. Entstanden sind unter anderem Installationen, Malereien und Graffiti. Dabei haben die Jugendlichen selbst ausgewählt, an welchen Orten ihre Arbeiten sichtbar werden sollen.

Frau Ossege, Klassenlehrerin der 6. Klasse und Koordinatorin des Gesundheitsbereichs, erklärt: „Das Projekt hat auf wunderbare Weise ganz unterschiedliche Themen miteinander verbunden – von Kommunikation und Kinderrechten über Nachhaltigkeit bis hin zum Teambuilding. Ich war wirklich gerührt, als ich das fertige Ergebnis gesehen habe. Gerade solche Projekte zeigen, wie wichtig es ist, Kindern Raum für ihre Kreativität zu geben und gleichzeitig ihre Konzentration und die Zusammenarbeit im Team zu fördern.“

Das Projekt ist eine Kooperation des Kulturvereins Krawatte mit der KGS Goetheschule, der Kunstschule NOA NOA und dem Kunstverein Barsinghausen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie eine von Leerständen und veränderten Nutzungsgewohnheiten geprägte Innenstadt aus Sicht junger Menschen neu gedacht werden kann. Die Schülerinnen und Schüler sollen dabei nicht nur kreativ tätig werden, sondern ihren eigenen Blick auf ihr Lebensumfeld in den öffentlichen Raum tragen.

„Ich finde es spannend, wenn junge Menschen ihre eigene Sicht auf unsere Stadt einbringen und dabei auch einmal ganz andere Perspektiven zeigen. Genau darum geht es bei diesem Projekt. Die Schülerinnen und Schüler haben sich mit der Innenstadt beschäftigt, eigene Ideen entwickelt und diese nun sichtbar gemacht. Ich freue mich, dass diese Arbeiten für einige Wochen Teil unserer Innenstadt werden und lade alle Barsinghäuserinnen und Barsinghäuser ein, sich die verschiedenen Stationen anzuschauen und selbst zu entdecken, was die Jugendlichen sich dabei gedacht haben“, erklärt Bürgermeister Henning Schünhof.

Die verschiedenen Arbeiten werden sowohl in Schaufenstern und Geschäften als auch im öffentlichen Raum zu finden sein. Dabei gibt es auch Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden: Unter anderem lädt ein Suchspiel dazu ein, die unterschiedlichen Stationen in der Innenstadt zu entdecken. Auch ein Liebesschlosszaun gehört zu den interaktiven Elementen des Projekts. Zu finden sind die Arbeiten unter anderem im Tourismusbüro, am Thie, am Bücherhaus am Thie, in acht verschiedenen Geschäften in der Innenstadt sowie am Haus Marktstraße 18. Die künstlerischen Arbeiten sind vom 2. bis zum 23. Oktober 2026 in der Innenstadt zu entdecken. Offiziell eröffnet wird das Projekt am Freitag, 2. Oktober.

Auch die Schülerinnen und Schüler Eric, Amir, Elena, Lio und Taylor haben mit ihrem Baumgeist „Larry“ eine ganz eigene Botschaft entwickelt. Sie erklären: „Larry ist für uns etwas ganz Besonderes. Jeder Baum ist anders – genauso wie jeder Mensch. Bäume sind wichtig, weil sie uns Sauerstoff geben und unsere Umwelt schützen. Larry soll deshalb auch daran erinnern, dass wir nicht einfach Bäume fällen sollten, nur damit zum Beispiel neue Straßen oder andere Infrastruktur gebaut werden kann.“

Das Projekt verbindet kulturelle Bildung mit aktiver Stadtgestaltung. Die Jugendlichen konnten zunächst bei einem Stadtrundgang verschiedene Orte der Innenstadt erkunden und deren Wirkung und Gestaltungspotenziale analysieren. Anschließend entwickelten sie in Workshops eigene Ideen, arbeiteten ihre Entwürfe aus und bereiteten die Umsetzung vor. Die Arbeiten werden von einem künstlerisch-pädagogischen Team begleitet.

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