Wennigsen/Gehrden. Die HSG Wennigsen/Gehrden hat die vom Trainer Nicolas Baris klar eingeforderte Reaktion auf das schwache letzte Heimspiel eindrucksvoll gezeigt und beim 33:23- Auswärtssieg in Barsinghausen ein starkes, konzentriertes Spiel abgeliefert. Die junge Drittvertretung des HV Barsinghausen wurde über weite Strecken kontrolliert, sodass der Erfolg der HSG auch in der Höhe als verdient gelten darf.
Nach dem enttäuschenden letzten Heimauftritt hatte Baris von seiner Mannschaft eine deutliche Leistungssteigerung verlangt – und die HSG setzte diese Vorgabe von Beginn an um. Aus einer engagierten Deckung heraus fand das Team schnell ins Tempospiel und erspielte sich bereits im ersten Durchgang eine komfortable Führung.
Im Angriff überzeugte die HSG mit geduldig ausgespielten Aktionen und einer hohen Effektivität vom Siebenmeterstrich, was Barsinghausen III immer wieder vor unlösbare Aufgaben stellte. Zudem ließ sich die Mannschaft auch von kleineren Schwächephasen und Zeitstrafen nicht aus dem Konzept bringen.
Nach ausgeglichenem Beginn setzte sich die HSG Schritt für Schritt ab und lag zur Pause bereits klar in Front. Spätestens Mitte der zweiten Halbzeit war die Partie entschieden, die Gäste verwalteten den Vorsprung souverän und setzten in der Schlussphase noch einige sehenswerte Treffer.
Barsinghausen versuchte vor allem über Einzelaktionen und Siebenmeter im Spiel zu bleiben, fand aber selten dauerhaft Lösungen gegen die stabile HSG-Defensive. Die bessere Banktiefe und Erfahrung der Gäste gab der Begegnung schließlich die klare Richtung.
Das Schiedsrichtergespann Becker/Becker leitete die Partie sehr unaufgeregt und trug mit einer klaren Linie zu einem insgesamt fairen Spiel bei. Die Verteilung von Zeitstrafen und Siebenmetern wirkte ausgewogen, sodass das Ergebnis ausschließlich auf sportliche Gründe zurückzuführen war.
Die HSG Wennigsen/Gehrden verteilte die Treffer auf viele Schultern und zeigte sich damit schwer ausrechenbar; besonders treffsicher präsentierten sich dabei Gunnar Höltje mit acht Toren sowie Pierre-Marcus Keppler mit sieben Treffern, gefolgt von Arne Bischoff, der fünfmal erfolgreich war. Ergänzt wurde die Torausbeute durch Christian Jeinsen und Marco Schwake mit jeweils drei Toren, Michael Körfer, Jan-Philipp Jeinsen und Tim Hartmann mit je zwei Treffern sowie Jan Reinecke mit einem weiteren Tor.
Am kommenden Samstag steht für die HSG das nächste Auswärtsspiel in Garbsen auf dem Programm, das sportlich den nächsten wichtigen Prüfstein darstellen wird. Die HSG hat aufgrund einer absehbar sehr dünnen Spielerdecke eine zeitliche Verlegung der Partie beantragt, um dennoch mit einem konkurrenzfähigen und möglichst vollständigen Kader antreten zu können.

