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Holpriger Start? - Wählergemeinschaft „Für gesamt Wennigsen!“ kritisiert Probleme bei Ganztagsgrundschul-Start

Daniel Stein, Bürgermeister-Kandidat von „Für gesamt Wennigsen!“ und Britta Fink und Volker Püschel. Fotos: privat.

Wennigsen. Eine Woche nach Schulstart gibt es einige offene Fragen zum Ganztagsgrundschul-Start, erklärt die Wählergemeinschaft „Für gesamt Wennigsen!“.

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Spreche man mit Eltern an beiden Schulstandorten, höre man teils unvorstellbare Berichte zum Schulessen, so ein Sprecher der Wählergemeinschaft. Beide Schulen werden vom gleichen Caterer bedient. Das Essen sei nicht kindgerecht, die Mengen stimmen nicht mit den Bedarfen überein: Qualität und Quantität sind verbesserungswürdig. Auch, dass teilweise Basis-Komponenten nicht vorhanden seien, soll bereits vorgekommen sein. Insgesamt käme es demnach nicht selten vor, dass Kinder hungrig aus der Schule nach Hause kämen.

Schwerwiegender erscheinen der Gruppe nach eigener Aussage Berichte, dass Grundschul-Kinder vor Ablauf der Betreuungszeit das Schulgelände verlassen konnten, in einen Bus steigen und (bestenfalls) nach Hause gefahren sind – obgleich noch Betreuungszeit gewesen wäre. Mehrfach soll das bereits innerhalb der ersten Woche geschehen sein.

Während in Bredenbeck viel Positives von den Eltern über den Träger „Johanniter“ berichtet wird – unter anderem einen Projektverantwortlichen, der ansprechbar ist und Probleme relativ schnell löst -, soll es in Wennigsen schon durch Kommunikationsbarrieren zwischen den Mitarbeitern des Trägers DRK und den Kindern & Eltern Probleme geben.

Britta Fink, Gemeinderatskandidatin von „Für gesamt Wennigsen!“ (Platz 1): „Als zweifache Mutter will ich mir diese Situationen gar nicht vorstellen. Es braucht dringend Aufklärung. Insbesondere, dass Kinder das Gelände unbeaufsichtigt verlassen können, spricht für eine Verletzung der Aufsichtspflicht. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was da alles passieren kann.“

Volker Püschel, Gemeinderatskandidat von „Für gesamt Wennigsen!“ (Platz 2): „Hier bitte ich die Verantwortlichen der Gemeindeverwaltung um eine Stellungnahme, ob solche Sachverhalte dort bekannt sind und was dagegen unternommen werden soll, wenn das tatsächlich so geschehen ist.“

Daniel Stein, Bürgermeister-Kandidat von „Für gesamt Wennigsen!“: „Natürlich läuft ein solches Modell wie die Einführung der Ganztagsgrundschule nicht vom ersten Tag an ohne Probleme. Einige Prozesse müssen sofort nachgebessert werden, damit Kinder und Eltern wieder auf die staatlichen Stellen vertrauen können. Spätestens zu den Herbstferien muss das System eingespielt sein – oder es muss deutlich nachgebessert werden. Wir können an einem so verlässlichen Punkt des alltäglichen Lebens nicht den Blick abwenden.“

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