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Heidrun Knust wird Baumpatin – Kompromiss im Tannen-Streit gefunden

Baumpatin übernimmt Verantwortung für Tanne in Wennigsen: Klosterkammer-Präsidentin Thela Wernstedt (l.) und Baumpatin Heidrun Knust im Beisein des Wennigser Bürgermeisters Ingo Klokemann am Ort des Geschehens.

Wennigsen. In den Tagen vor Heiligabend 2025 hat die Tanne vor der Klosterkirche in Wennigsen große öffentliche und mediale Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Grund dafür war, dass die Klosterkammer Hannover den Baum, der vor etwa acht Jahren wild gepflanzt worden war, fällen lassen wollte, um ihn der Kirchengemeinde für die Gottesdienste zur Verfügung zu stellen. Dies führte zu Protesten von Bürgern vor Ort sowie zu einer Aktion, zu der die Wennigserin Heidrun Knust aufgerufen hatte: Jede Person, die für den Erhalt der Tanne war, sollte eine Christbaumkugel an den Baum hängen. Nun hat die Klosterkammer reagiert. 

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Anfang Januar bat Heidrun Knust um ein Gespräch mit Klosterkammer-Präsidentin Thela Wernstedt. Knusts Anliegen war, die Tanne für die Wennigser Bürger zu erhalten. Das Ergebnis ist für beide Seiten erfreulich: Heidrun Knust übernimmt die Patenschaft für die Tanne, und die Klosterkammer hat zugesagt, den Baum vorerst nicht zu fällen.

Knust wird als Baumpatin nun ein Auge auf die Tanne haben und im Kontakt mit der Klosterkammer bleiben, erzählte sie bei der offiziellen Übernahme der Patenschaft.

Klosterkammer-Präsidentin Thela Wernstedt erklärte: „Wir haben nicht gewusst, wie viel der Baum den Wennigsern bedeutet, und hatten die Situation anders eingeschätzt. Wir sind nun aber froh, diesen gemeinsamen Weg gefunden zu haben.“ Grundsätzlich sei es positiv zu sehen, dass sich so viele Menschen für den Erhalt eines Baumes eingesetzt haben. Sofern der Baum gesund bleibt und keine Gefahr für die Sicherheit darstellt, soll er stehen bleiben. „In den nächsten Jahren wird hier nichts weiter geschehen“, so Wernstedt abschließend. Als kleine Aufmerksamkeit gab es neben einer Urkunde noch eine Kiste mit Weihnachtsbaumkugeln und ein kleines Vogelhäuschen für die Baumpatin.

Auch Bürgermeister Ingo Klokemann nahm an der Übernahme der Patenschaft teil. „Der erste Gedanke der Klosterkammer, den Baum zu fällen und der Gemeinde als Weihnachtsbaum zu übergeben, war positiv gemeint. Der jetzige Weg, der die Wünsche der Bürger berücksichtigt, ist aber ebenfalls durchweg positiv zu bewerten“, sagte Klokemann.

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