Barsinghausen. Bündnis 90/Die Grünen in Barsinghausen machen sich seit Jahren stark für die Energiewende vor Ort. „Trotz aller Hindernisse, die von der aktuellen Bundesregierung geplant werden, halten wir es für unumkehrbar und auch unabdingbar, dass wir vor Ort an den Klimaschutzzielen festhalten. Unter anderem haben sich die Grünen in den letzten Jahren dafür eingesetzt, dass zum Beispiel der Haushaltsansatz für PV-Anlagen auf kommunalen Dächern auf 100.000 Euro im Jahr verdoppelt wurde“, sagt Sabine Freitag, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Barsinghäuser Rat.
Auch die Förderung von sogenannten Balkonkraftwerken, sprich variablen PV-Modulen, wurde nach Antrag der Grünen bereits 2022 umgesetzt und später von der Verwaltung aufgenommen. Auch für das sogenannte integrierte Vorreiterkonzept im Klimaschutz, das nun umgesetzt werden soll, haben die Grünen Anträge gestellt. „Aktuell haben wir nun für den Sitzungslauf im Februar den Antrag gestellt, dass die Stadt der Energiegenossenschaft Calenberger Land, kurz ENER:GO beitritt. Wir werben dafür, dass dieser Antrag eine Mehrheit findet. Lediglich 5000 Euro werden von der Stadt als Anteil bei der Genossenschaft gezeichnet. Das hat die Verwaltung bereits im Nachtragshaushalt als Antrag aufgenommen“, erklärt Michael Hundertmark, Ratsherr der Grünen und Mitglied im Finanzausschuss.
Der Antrag umfasst neben dem Beschluss zum Beitritt und der Zeichnung von 5000 Euro auch die Entsendung des Bürgermeisters in den Aufsichtsrat der ENER:GO auf Grundlage deren Satzung. Außerdem wird ENER:GO gebeten, mit der Verwaltung eine Informationsveranstaltung in Barsinghausen zu organisieren, um auf die Projekte und bereits vorhandenen Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Vereinen und Unternehmen der ENER:GO aufmerksam zu machen.
Die ENER:GO wurde gegründet, um Bürgerinnen und Bürgern sowie Kommunen direkt an der Energiewende zu beteiligen. Der Beitritt ermöglicht nicht nur Mitsprache, sondern auch eine direkte Teilhabe an den wirtschaftlichen Erfolgen lokaler Energieprojekte. Die Stadt verdient mit der Einlage bei allen Projekten aktuelle circa vier Prozent, so auch bei der Erschließung öffentlicher Einrichtungen
Die ENER:GO Calenberger Land eG engagiert sich über Gehrden als Gründungsort hinaus in Kommunen im Calenberger Land. Unter anderem hat die Gemeinde Wennigsen den Beitritt beschlossen, außerdem sind Hemmingen und Gehrden als Kommunen im Aufsichtsrat vertreten. Auch Barsinghausen hätte nach einem Beitritt einen Sitz durch den Bürgermeister im Aufsichtsrat. Die Stadtwerke Barsinghausen können in Zusammenarbeit mit ENER:GO ein echtes Ökostromprodukt aufbauen und nicht nur – wie bisher - Zertifikate kaufen.

