Hannover. Am Weltkrebstag (4. Februar) hat der Niedersächsische Gesundheitsminister und diesjährige Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz Andreas Philippi die Kinderklinik der Medizinischen Hochschule Hannover für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie besucht. Der diesjährige Weltkrebstag steht unter dem Motto „Gemeinsam. Einzigartig“. Minister Philippi nahm den Besuch der Onkologie zum Anlass nochmals auf Präventionsmaßnahmen gegen Krebs hinzuweisen:
„Krebs kennt keine Einheitslösung und jede Patientin und jeder Patient ist mit seinen Bedürfnissen einzigartig. Ich bin sehr beeindruckt, wie in der Kinderklinik der Medizinischen Hochschule Hannover für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie mit neuesten Entwicklungen in der Krebsbekämpfung vielen Kindern geholfen werden kann. Dank intensiver Forschung steigen die Heilungsraten weiter.
Bei all diesem Fortschritt gilt jedoch weiterhin: je früher Krebs erkannt und behandelt wird, desto besser ist er zu heilen. Deshalb sollten Erwachsene die verfügbaren Präventionsmaßnahmen unbedingt nutzen. Denn: Vorsorgeuntersuchungen können Leben retten.
Die Prävention von Krebs im Kindesalter ist nur in begrenztem Umfang möglich, da die meisten Fälle genetisch bedingt sind und nicht durch den Lebensstil entstehen. Dennoch reduzieren einige Maßnahmen die Risiken. Neben einer gesunden Ernährung und UV-Schutzmaßnahmen möchte ich einmal mehr für die HPV-Impfung werben. Gebärmutterhalskrebs wird zu fast 100 Prozent durch humane Papillomaviren verursacht. Die Impfung schützt vor virusbedingten Krebsarten. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Schützen Sie Ihre Kinder, indem Sie sie gegen HPV impfen lassen.“
Hintergrund:
Die Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist eine der führenden Abteilungen für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Blut- und Krebserkrankungen in Deutschland. Das Behandlungsspektrum umfasst
- Bösartige Erkrankungen wie Leukämien, Lymphome und solide Tumore (z. B. Knochen-, Weichteil- und Hirntumore)
- gutartige Bluterkrankungen, einschließlich Gerinnungsstörungen, Anämien und Immunstörungen und
- hämatopoetische Stammzelltransplantationen (einziges Zentrum in Niedersachsen).
Die Klinik ist akkreditiertes ITCC-Zentrum für innovative Krebsstudien und forscht zu Leukämien, Immuntherapien und seltenen Erkrankungen. Sie arbeitet mit dem Cellular Therapy Centre (CTC) und internationalen Netzwerken zusammen.
In Niedersachsen erkranken jährlich ca. 210 Kinder und Jugendliche an Krebs. Die 15-Jahres-Überlebensrate liegt bei 84 Prozent. Häufige Formen sind Leukämien (ca. 30 Prozent), Hirntumore und Lymphome. Krebskranke Kinder werden in Niedersachsen primär in spezialisierten Zentren behandelt (Medizinische Hochschule Hannover, Universitätsmedizin Göttingen, Oldenburg).
Weiterführende Informationen zur HPV-Impfung finden Sie hier:
https://www.ms.niedersachsen.de/infektionsschutz/hpv-222676.html

