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Feuerwehr Winninghausen schöpft neue Hoffnung beim Gerätehaus-Anbau - hohe Ehrungen für Brill und Goltermann

Ortsbrandmeister Steingrube (l.) und Brandschutzabschnittsleiter II Schwake (r.) ehren Andreas Goltermann für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft.

Winninghausen. Am Freitagabend veranstaltete die Ortsfeuerwehr Winninghausen ihre Jahreshauptversammlung. Neben einem Rückblick, Ehrungen und Beförderungen war auch der Anbau des Gerätehauses Thema. Nach erster Kritik hat die Ortswehr nun wieder Hoffnung auf eine Lösung.

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Ortsbrandmeister Daniel Steingrube eröffnete die Jahreshauptversammlung und begrüßte Gäste aus Politik und Stadtverwaltung sowie Feuerwehrkameraden. In seinem Rückblick erinnerte er an die logistische Leistung zur Ausrichtung des dreitägigen Stadtzeltlagers der Jugendfeuerwehren in Hameln und an den Festakt zum 50-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr in der Aula der KGS-Goetheschule.

Kritik äußerte er zum geplanten Anbau des Feuerwehrhauses. Nach letztem Stand war der Anbau in der städtischen Prioritätenliste weit nach hinten gerutscht. Der Anbau soll Platz für zwei Fahrzeuge bieten. Außerdem sei ein neues Fahrzeug bereits bestellt und passe nicht in das alte Gerätehaus. „Ich bitte Rat und Verwaltung darum, hier die richtige Entscheidung zu treffen“, so Steingrube. Sowohl Bürgermeister Henning Schünhof als auch Ratsmitglied Andreas Lorch (SPD) konnten in ihren Grußworten jedoch Entwarnung geben. Laut Bürgermeister wurde die Prioritätenliste von vier Einstufungen auf nun zwei abgeändert, und Feuerwachen sollen umgesetzt werden. „Zwar steht die Entscheidung im Rat noch aus, aber ich denke, ich kann hier Ängste nehmen“, so der Bürgermeister. Lorch sagte: „Beim Thema Feuerwehr sind sich die Fraktionen oft einig, was die Notwendigkeit angeht.“ Dies hörte Steingrube gerne. Wann der Anbau gebaut wird, ist unklar. Wenn dieser aber steht, soll im Bestand das Feuerwehrhaus saniert werden, um Umkleiden und Sanitäranlagen zu erneuern.

25 Einsätze und stabile Mitgliederzahlen

Stellvertretender Ortsbrandmeister Bastian Zimmermann berichtete von insgesamt 25 Einsätzen im Jahr 2025: elf Fehlalarmen, vier technischen Hilfeleistungen, vier Einsätzen als Betriebspersonal für den ELW2 der Region Hannover sowie drei Brandeinsätzen.

Die Ortsfeuerwehr zählt aktuell 259 Mitglieder, darunter 35 Einsatzkräfte. Jugend- und Kinderfeuerwehr wurden in den Berichten ebenfalls gewürdigt.

Ehrungen für langjähriges Engagement

Zahlreiche Mitglieder wurden für ihre Treue ausgezeichnet.

Im aktiven Bereich erhielt Gregor Brill die Ehrennadel des Regionsfeuerwehrverbandes für seine langjährige Tätigkeit im Kommando und wurde zudem – ebenso wie Andreas Goltermann – für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Sabine Zimmermann und Wolfgang Schaper wurden für 50 Jahre fördernde Mitgliedschaft geehrt. 

Beförderungen

Mehrere Mitglieder konnten sich über Beförderungen freuen. Lorna Vielguth wurde zur Feuerwehrfrau, Sascha Vielguth zum Feuerwehrmann und Jessica Zimmermann zur Oberfeuerwehrfrau befördert. Hendrik Schünhof ist nun 1. Hauptfeuerwehrmann, Tom Tebbe Löschmeister und Gerrit Schlette Hauptlöschmeister.

Grußworte der Gäste

Neben seinen Worten zum Anbau lobte Bürgermeister Schünhof die Jugendarbeit in Winninghausen. Auch dass sich die Winninghäuser im 5. Zug der Regionsfeuerwehr engagieren, lobte er. „Es ist eine tolle Sache, dass ihr dabei seid.“ Auch die Zusammenarbeit mit den anderen Ortswehren funktioniere reibungslos.

Brandschutzabschnittsleiter II, Kristof Schwake, dankte Winninghausen von Herzen für den Einsatz in der Regionsfeuerwehr: „Es ist großartig, dass ihr über die Ortsgrenzen hinweg Menschen zur Hilfe eilt und stets bei den Übungen dabei seid.“ Außerdem gab er einen Einblick über Ausbildungen und den weiteren Ausbau der Regionsfeuerwehr sowie einen Sachstand zum Neubau der Feuerwehrtechnischen Zentrale. „Es geht voran, und die Fertigstellung ist unverändert für 2030 geplant.“

Stadtbrandmeister Philip Prinzler berichtete von über 500 Einsätzen im letzten Jahr im Stadtgebiet und erinnerte an den Brand im Nablo und den großen Garagenbrand in Egestorf. „Die Zusammenarbeit unter den Ortswehren ist sehr gut.“ Damit dies so bleibe, müsse weiterhin in entsprechende Ausrüstung investiert werden. Für Winninghausen, eine Ortswehr mit Grundausstattung, seien 25 Einsätze eine stolze Zahl und zeigten, wie wichtig die Wehr sei. „Ich danke allen 5.033 Mitgliedern in der Stadtfeuerwehr für ihren Einsatz für die Sicherheit der Bürger.“

Zum Ende der Sitzung dankte Ortsbrandmeister Daniel Steingrube allen, die sich für die Ortswehr Winninghausen einsetzten. „Wir sind stark durch Zusammenhalt“, zitierte er das Jahresmotto der Feuerwehr. Anschließend schloss er die Sitzung und eröffnete das gemeinsame Essen.

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