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Drachenfest trotzt dem Regen und begeistert rund 140 Gäste

Foto: M. Poutrain.

Barsinghausen. Manchmal entstehen die schönsten Momente gerade dann, wenn Pläne kurzfristig geändert werden müssen. Schweren Herzens sagte der Vorstand von BASCHE ERNEUERBAR das ursprünglich für vergangenen Freitag auf dem Rittergut Stemmer Berg geplante Drachenfest wegen angekündigter Starkregenfälle und stürmischer Böen ab. Dank der schnellen und unkomplizierten Unterstützung der Kunstschule Noa Noa und der Kulturfabrik Krawatte konnte die Veranstaltung jedoch kurzerhand nach drinnen verlegt werden.

 

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Bereits in den beiden Wochen zuvor hatten fast 130 Viertklässler der Wilhelm-Busch-Schule, der Astrid-Lindgren-Schule, der Adolf-Grimme-Schule, der Ernst-Reuter-Schule und der Albert-Schweitzer-Schule gemeinsam mit den Teamern Frank, Jannick und Carmela von der Kunstschule Noa Noa fantasievolle Drachen gestaltet. Eigentlich sollten diese auf dem Stemmer Berg in den Himmel steigen – stattdessen bildeten sie nun den farbenfrohen Mittelpunkt eines ebenso stimmungsvollen Nachmittag in der Krawatte.

Das Drachenfest bildete den Abschluss der acht Zukunftstouren von BASCHE ERNEUERBAR, die im Sommer rund 160 überwiegend erwachsene Teilnehmende mit dem Fahrrad zu nachhaltigen Projekten im Calenberger Land geführt hatten. Mit dem Drachenprojekt richtete sich der Fokus erstmals gezielt an Kinder der vierten Klassen. Im Rahmen der Bildungskampagne für nachhaltige Entwicklung (BNE) der Vereinten Nationen lernten sie spielerisch die Bedeutung der Windkraft für die Gewinnung erneuerbarer Energien kennen.

Trotz der kurzfristigen Verlegung fand das über ein halbes Jahr geplante Projekt einen gelungenen Abschluss. Pünktlich mit dem einsetzenden Regen strömten Schulkinder, Eltern und Geschwister in die Kulturfabrik Krawatte. Immer mehr Stühle wurden in den Saal getragen, bis schließlich alle rund 140 Gäste einen Sitz- oder Stehplatz gefunden hatten.

„Kinder sind die Gestalterinnen und Gestalter von morgen. Wenn sie schon heute verstehen, wie Wind, Sonne und andere erneuerbare Energien unsere Zukunft sichern können, schaffen wir die Grundlage für verantwortungsbewusstes Handeln. Genau deshalb erklären wir diese Themen altersgerecht, anschaulich und mit viel Freude“, betont Meike Poutrain, Projektverantwortliche für die Dialogräume „RegiON - Unsere Energie im Raum“ der Klimaschutzagentur Region Hannover.

Pünktlich eröffnete Gerd Köhler die Veranstaltung im Namen von BASCHE ERNEUERBAR und der Kooperationspartner. Sein besonderer Dank galt Alexander von Rössing vom Rittergut Stemmen, der das Projekt von Beginn an mit großer Gastfreundschaft sowie zahlreichen Planungs- und Vorbereitungstreffen unterstützte. Gleichzeitig hob Gerd Köhler die vielen Menschen und Institutionen hervor, die das Projekt finanziell und ideell möglich gemacht haben. Sein Fazit: Neben allen kritischen Stimmen gibt es erfreulich viele engagierte Menschen, die zukunftsorientiert denken, Verantwortung übernehmen und gemeinsam nachhaltige Projekte auf den Weg bringen.

Zu den Unterstützern gehören neben der Klimaschutzagentur Region Hannover auch die Stadtsparkasse Barsinghausen, die Volksbank Hannover, die Stadtwerke Barsinghausen, die Energiegenossenschaft ENER:GO, die Bürgerstiftung Barsinghausen, die Ragge-Grocholesky-Stiftung, JUWI sowie der Rotary Club Bad Nenndorf.

Nach den Eröffnungs- und Mitmachliedern „Drachen im Wind“ und „Der Herbst ist da“ mit Gesa Giegerich, Albrecht von Blanckenburg und Georgios Kesmiris von Sound of Hope tauchten Kinder und Eltern in das abwechslungsreiche Dialogprogramm der Klimaschutzagentur Region Hannover ein, gestalteten Buttons zum Thema und freuten sich über kleine Mitbringsel und Bilder zum Ausmalen.

Anschließend wurde noch einmal gemeinsam gesungen. Mit den Liedern „Wir lieben unser Klima“, „Macht ihr alle mit“ und „Es gibt noch echte Kinder“ klang das Programm stimmungsvoll aus. Zum Abschluss erhielten die Schulen die gebastelten Drachen zurück – verbunden mit dem Versprechen, sie in den kommenden Wochen bei besserem Wetter in Schulnähe gemeinsam steigen zu lassen.

Mit dem gemeinsamen Abschiedslied „Tschüss, macht's gut, auf Wiedersehen!“ endete ein rundum gelungenes BNE-Projekt von BASCHE ERNEUERBAR und der Klimaschutzagentur Region Hannover. Das große Interesse und die positive Resonanz der Gäste zeigen: Das Projekt hat nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Begeisterung geweckt – und macht Lust auf eine Fortsetzung.

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