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Digitallotsen-Projekt startet: Hilfe für Senioren in der digitalen Welt

Hoffen auf viele Interessierte bei der Informationsveranstaltung zu den Digitallotsen in der Bredenbecker Scheune: Anna-Maria Winkler, VHS, Jörg Albrecht, Vorsitzender des Seniorenbeirats und Quartiersmanagerin Zoe Nierste.

Bredenbeck. Die Digitallotsen-Qualifizierung richtet sich an Ehrenamtliche, die Senioren beim Umgang mit Smartphones unterstützen möchten. In der praxisnahen Schulung lernen die Teilnehmer grundlegende Smartphone-Funktionen, typische Alltagssituationen sowie didaktische und kommunikative Methoden, um Wissen verständlich und geduldig zu vermitteln. Ziel ist es, Digitallotsen auf ihren Einsatz in Mediencafés, Sprechstunden oder Einzelberatungen vorzubereiten und ältere Menschen auf Augenhöhe digital zu begleiten. Das Projekt ist eine Kooperation der VHS Calenberger Land, des Seniorenbeirats Wennigsen, der Freiwilligenakademie Niedersachsen und des Quartiersmanagements Bredenbeck.

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Zur 825-Jahr-Feier in Wennigsen hat der Wennigser Seniorenbeirat eine Umfrage gestartet. Dabei kam unter anderem heraus, dass sich viele Senioren Unterstützung in der digitalen Welt wünschen. Gemeinsam mit der VHS und der Quartiersmanagerin Bredenbeck möchte der Seniorenbeirat das Thema nun angehen. Geplant ist zunächst eine Informationsveranstaltung am 26. Februar.

Einsamkeit durch digitale Ausgrenzung vermeiden

„Es ist auch eine Form der Einsamkeit, wenn man heutzutage digital abgehängt wird“, erklärt Jörg Albrecht, Vorsitzender des Seniorenbeirats. Quartiersmanagerin Zoe Nierste ergänzt: „Die Berührungsängste sind groß, wenn es wenig oder gar keine Erfahrungen mit digitalen Geräten gibt. Wer es nicht irgendwann anfängt, wird es nie tun. Wir wollen diese Hemmschwellen abbauen.“

Die Zielgruppe soll jedoch nicht nur Menschen über 60 Jahre umfassen, sondern alle, die Hilfe benötigen – beispielsweise Zugewanderte, die aufgrund von Sprachbarrieren Schwierigkeiten in der digitalen Welt haben, oder Menschen, die schlicht wenig digitale Erfahrung haben.

Niederschwellige Angebote mit festen Ansprechpartnern

Wichtig für das Projekt ist laut Anna-Maria Winkler von der VHS, dass das Angebot langfristig Bestand hat und die Digitallotsen zu bestimmten Zeiten an festen und bekannten Orten, etwa in Mediencafés, anzutreffen sind. „Das wird sich noch einpendeln und herausstellen, ob die Lotsen einmal oder zweimal im Monat eine Sprechstunde anbieten. Wichtig ist, dass das Angebot niederschwellig für die Hilfesuchenden ist.“

Sicherheit und Vertrauen stehen im Mittelpunkt

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass sich beide Seiten sicher fühlen. Die Digitallotsen sollen entsprechend geschult werden, während sich die Teilnehmer verstanden fühlen sollen – auch wenn Fragen mehrfach gestellt werden. Themen mit sensiblen Daten, etwa Online-Banking, sollen nicht Teil des Beratungsangebots werden.

Stattdessen geht es um grundlegende Erklärungen zu Endgeräten, Hilfe bei der Nutzung von z.B. Sprinti- und Bahn-Apps sowie beim Speichern und Verwalten von Bildern und Dateien.

Themenpool für zukünftige Schulungen geplant

„Wir wollen auch einen Themenspeicher einführen, um die Digitallotsen weiter auszubilden – je nachdem, was die Menschen benötigen“, so Albrecht. Die digitale Welt entwickle sich rasant, sodass viele Menschen den Einstieg nicht schaffen. „Die Digitallotsen sollen deshalb eine niederschwellige Anlaufstelle bieten. Wir fangen in Bredenbeck an, können uns aber auch Angebote für Wennigsen und andere Ortsteile vorstellen“, so Nierste zu den Plänen.

Einstieg als Digitallotse ab 18 Jahren möglich

Wer Digitallotse werden möchte, sollte mindestens 18 Jahre alt sein. Bei der Informationsveranstaltung am 26. Februar in der Bredenbecker Scheune wird es weitere Informationen geben, bevor die Schulung für Interessierte startet. Die Organisatoren freuen sich auf viele Interessierte jeden Alters.

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