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Dennis Schönfelder einstimmig wiedergewählt – Neues Feuerwehrhaus für Groß Munzel in Sicht

v.l.: Bürgermeister, Stadtbrandmeister, Max Behrens, Tobias Lüttje, Fabian Kuhlmann, Dennis Schönfelder, Regionsbrandmeister. Quelle: Henk Bison.

Groß Munzel. Mit einem umfassenden Rückblick auf das Jahr 2025 und einem klaren Blick in die Zukunft fand am 6. Februar die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Groß Munzel im Feuerwehrhaus statt. Ortsbrandmeister Dennis Schönfelder eröffnete die Versammlung und begrüßte die anwesenden Feuerwehrmitglieder sowie zahlreiche Gäste aus Politik und Feuerwehrführung.

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Mitgliederzahlen zeigen starke Gemeinschaft

Zum 31. Dezember 2025 zählte die Feuerwehr Groß Munzel insgesamt 373 Mitglieder. Diese verteilen sich auf 37 aktive Einsatzkräfte, 15 Mitglieder der Altersabteilung, 31 Kinder der Kinderfeuerwehr, 18 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr sowie 272 fördernde Mitglieder. Die Zahlen verdeutlichen die breite Unterstützung und die gute Nachwuchsarbeit innerhalb der Ortsfeuerwehr.

Ausbildung im Mittelpunkt des Jahres 2025

Das Jahr 2025 begann vergleichsweise ruhig, größere Veranstaltungen standen nicht an. Dadurch konnte der Schwerpunkt klar auf die Aus- und Fortbildung gelegt werden. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Einweisung in neue Geräte, darunter ein moderner Elektrolüfter, der auch zur Erzeugung einer Wassernebelwand eingesetzt werden kann.

Insgesamt fanden 27 Übungsdienste mit einer durchschnittlichen Beteiligung von zehn Einsatzkräften statt. Hinzu kamen 47 technische Dienste für Wartung, Prüfungen und Instandhaltung.

Einsätze und Technik

Über die Einsätze berichtete Uwe Pudewills. Im Jahr 2025 rückte die Feuerwehr Groß Munzel zu 33 Einsätzen aus: neun Brandeinsätze, 18 technische Hilfeleistungen, ein Fehlalarm sowie fünf Brandsicherheitswachen.

Die technische Ausstattung befindet sich laut Ortsbrandmeister in gutem Zustand. Allerdings ist das Tanklöschfahrzeug (TLF) mit fast 26 Jahren im Dienst zunehmend wartungsintensiv.

Feuerwehrhaus: Bewegung nach jahrelangem Stillstand

Ein wichtiges Thema blieb das Feuerwehrhaus. Dennis Schönfelder erinnerte daran, dass bereits vor elf Jahren erste Gespräche über einen Neubau geführt wurden. Nach langen Jahren des Wartens konnte im vergangenen Jahr schließlich ein Bestandsgebäude erworben werden. Dieses soll nach dem Umbau ein zeitgemäßes Feuerwehrhaus für alle Beteiligten bieten.

Wahlen: Kontinuität und Veränderung

Bei den Wahlen wurde Dennis Schönfelder nach zwölf Jahren Amtszeit erneut einstimmig zum Ortsbrandmeister gewählt. Nach dem Ausscheiden von Hanna Heinze, die nach zwölf Jahren nicht erneut kandidierte, wurde Nadine Knochenhauer einstimmig zur neuen Schriftführerin gewählt.

Ehrung und Beförderungen

Ein besonderer Moment der Versammlung war die Ehrung von Dennis Schönfelder, der die Ehrennadel für 25-jährige Tätigkeit im Feuerlöschwesen erhielt.

Zudem wurden mehrere Beförderungen ausgesprochen:

- Tobias Lütje zum Oberfeuerwehrmann

- Max Behrens zum Hauptfeuerwehrmann

- René Gromball zum 1. Hauptfeuerwehrmann

- Fabian Kuhlmann zum Löschmeister

Grußworte: Lob, Dank und klare Perspektiven

Der neue Regionsbrandmeister Sebastian Osterwald sprach von einem besonderen Moment: „Diese Zeit ist für mich wie ein Großraumentdeckertag – es ist meine erste Jahreshauptversammlung im Stadtgebiet Barsinghausen.“ Er dankte Rat und Verwaltung für die Unterstützung und betonte: „Die heutigen Anforderungen sind nur mit moderner Ausstattung zu erfüllen.“ Besonders hob er die Ausbildung von 21 Peers für die psychosoziale Unterstützung hervor: „Das ist Erste Hilfe für die Seele.“

Stadtbrandmeister Phillip Prinzler überbrachte die Grüße der anderen Ortswehren: „Die Anforderungen an Technik und der Verwaltungsaufwand für Ehrenamtliche nehmen stetig zu.“ Zur Gebäudefrage sagte er: „Auch wir sind in ein Bestandsgebäude gezogen – es hakte anfangs, aber am Ende sind Grundstück und Gebäude größer als bei einem Neubau.“

Für den Rat der Stadt sprach Bernd Konrad Bohrßen (CDU): „Ich bin beeindruckt, was hier an Ausbildung geleistet wird. Die Jugendfeuerwehr ist in der heutigen Zeit besonders wichtig.“ Christian Röver (Grüne) verabschiedete sich bei seinem letzten Besuch: „Respekt für die gestiegenen Anforderungen durch neue Technologien – und danke für zwölf Jahre engagierte Arbeit als Ortsbrandmeister.“  Bürgermeister Henning Schünhof begrüßte besonders den neuen Regionsbrandmeister und dankte der Ortsfeuerwehr: „Es wurde eindrucksvoll dargestellt, wie schlagkräftig die Feuerwehr Groß Munzel ist.“ Er kündigte an, dass ein TLF 3000 als Ersatz für das alte Fahrzeug bestellt sei. Zum Feuerwehrhaus erklärte er: „Die Stadt hat eine Liegenschaft erworben, die Raumpläne sind abgestimmt. Der Baubeginn ist für 2027 geplant.“ Abschließend stellte er klar: „Die Freiwillige Feuerwehr ist ein unverzichtbarer Dienst für unsere Mitbürger.“

Jugend, Kinder und Alarmkids: Nachwuchsarbeit mit Herz

Jugendfeuerwehrwart Olli Nass berichtete von 18 Jugendlichen (zwölf Jungen, sechs Mädchen). Neben Übungsdiensten standen unter anderem die Winterolympiade in Plettenberg, das Stadtzeltlager in Hameln und der Laternenumzug auf dem Programm. Der Jahresabschluss fand im Schwimmbad in Neustadt statt. Für die Kinderfeuerwehr „Löschfüchse“ berichtete Christiane Geske. Mit 31 Kindern und einem engagierten Betreuungsteam wurden 19 reguläre Dienste und vier Zusatztermine durchgeführt. Zwei Betreuerinnen absolvierten zudem einen Erste-Hilfe-Kurs für Kinder. Auch die Alarmkids blickten auf ein buntes Jahr zurück. Dennis Schönfelder berichtete von Bastelaktionen, gemeinsamen Waffeln backen, einem Picknick im Sommer und dem traditionellen Keksebacken für die Seniorenfeier. Als Überraschung erhielten die Betreuerinnen eigene T-Shirts.

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