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CDU-Regionsfraktion: „Winterchaos offenbart massive Defizite im Straßen- und Nahverkehr“

Archivbild.

Hannover/Region. Die CDU-Regionsfraktion Hannover kritisiert die Organisation des Nahverkehrs in der Region Hannover nach den massiven Einschränkungen des öffentlichen Personennahverkehrs an den vergangenen beiden Schneewochenenden deutlich. Während in der Landeshauptstadt Hannover der Bus- und Stadtbahnverkehr zumindest teilweise wieder anlief bzw. aufrechterhalten werden konnte, blieb der ÖPNV im gesamten Umland nahezu vollständig eingestellt.

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„Das Umland wurde abgehängt und war faktisch gelähmt. Teilweise wurden Kreisstraßen nicht adäquat geräumt. Gleichzeitig wurde der Busverkehr pauschal eingestellt, obwohl aus vielen Umlandkommunen zurückgemeldet wurde, dass Straßen und Haltestellen geräumt und befahrbar waren. Dabei gehören geräumte Straßen und ein funktionierender Nahverkehr zur Daseinsvorsorge“, erklärt Bernward Schlos­sarek, Vorsitzender der CDU-Regionsfraktion.

Nach Auffassung der CDU-Regionsfraktion hat der Wintereinbruch erhebliche strukturelle und organisatorische Defizite offengelegt. Während der kommunale Winterdienst vor Ort größtenteils zuverlässig funktionierte, zeigte sich der außerörtliche Winterdienst auf Kreisstraßen, stark genutzten Radwegen entlang der Kreisstraßen sowie auf überörtlichen Verbindungen als verbesserungsbedürftig. Eine differenzierte Lagebewertung sei dabei offenbar unterblieben.

„Es ist nicht hinnehmbar, dass ganze Teile der Region an zwei Winterwochenenden vollständig vom öffentlichen Nahverkehr abgeschnitten waren, während in der Stadt Hannover der Betrieb schrittweise wieder aufgenommen wurde. Mobilität im Winter darf keine Frage der Postleitzahl sein, sondern muss in der gesamten Region verlässlich funktionieren, nicht nur in der Großstadt. Schneefall ist kein außergewöhnliches Ereignis, sondern eine planbare Herausforderung, auf die Konzepte und Einsatzpläne ausgerichtet sein müssen. Die Menschen im Umland haben ein Recht auf verlässliche Mobilität, auch im Winter“, betont Schlossarek.

Die CDU-Regionsfraktion fordert aus diesen Gründen eine umfassende Aufarbeitung der Ereignisse. Dazu gehören eine ehrliche Analyse der Räum- und Einsatzkonzepte auf Kreisstraßen, eine bessere Abstimmung zwischen Winterdienst und Verkehrsunternehmen sowie klare Kriterien für die Einstellung und Wiederaufnahme des ÖPNV-Betriebs.

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