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Biketower in Wunstorf: Viel Platz, wenig Nutzer – Auslastung bei 14 Prozent

Quelle: CDU-Regionsfraktion.

Wunstorf. Mit dem Biketower am Bahnhof Wunstorf wurde im November 2023 ein viel beachtetes Leuchtturmprojekt eröffnet. Auffällig ist laut CDU jedoch, dass die beiden rund zwölf Meter hohen gläsernen Türme häufig weitgehend leer stehen. Dies nahm Bernward Schlossarek, Vorsitzender der CDU-Regionsfraktion, zum Anlass, bei der Regionsverwaltung die Wirtschaftlichkeit und die tatsächliche Nutzung der Fahrradtürme zu hinterfragen.

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Die nun vorliegenden Zahlen zeichnen ein ernüchterndes Bild. Trotz eines Investitionsvolumens von rund 1,8 Millionen Euro bleibt die Auslastung der Anlage bislang deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Die beiden Fahrradtürme verfügen über insgesamt 244 Stellplätze. Nach Angaben der Regionsverwaltung lag die durchschnittliche tägliche Auslastung im Jahr 2024 bei lediglich 27 Fahrrädern und im Jahr 2025 bei 34 Fahrrädern. Damit waren im Mittel lediglich rund elf beziehungsweise vierzehn Prozent der vorhandenen Kapazitäten belegt.

„Die vorliegenden Zahlen geben Anlass zur Sorge. Auch mithilfe von Fördergeldern hat die Region Hannover rund 1,8 Millionen Euro in dieses Projekt investiert. Gleichzeitig lag die durchschnittliche Nutzung im vergangenen Jahr bei gerade einmal 34 Fahrrädern pro Tag. Das entspricht einer Auslastung von lediglich rund 14 Prozent. Für ein Vorzeigeprojekt der Verkehrswende ist das ein ernüchterndes Ergebnis“, erklärt Bernward Schlossarek, Vorsitzender der CDU-Regionsfraktion.

Besonders kritisch bewertet die CDU-Regionsfraktion, dass die Regionsverwaltung selbst einräumt, vor Projektbeginn keine konkrete Auslastungsprognose erstellt zu haben. Vielmehr sei man davon ausgegangen, dass die Anlage aufgrund bestehender Wartelisten schnell ausgelastet sein würde. Diese Erwartung habe sich nach Angaben der Verwaltung ausdrücklich nicht erfüllt.

Hinzu kommen technische Probleme seit der Inbetriebnahme. Nach Angaben der Regionsverwaltung musste der mit Störungen beauftragte Hausmeisterdienst bis Ende 2025 insgesamt 82 Mal tätig werden. Erst kürzlich wurde das Zugangssystem umgerüstet, nachdem es wiederholt Probleme bei der Kommunikation zwischen App und Anlagentechnik gegeben hatte.

Im Rahmen des 2020 vorgestellten Zehn-Punkte-Programms zur Verkehrswende waren weitere vollautomatische Fahrradtürme in Hannover, Lehrte und Mellendorf geplant. Wie die Antwort der Regionsverwaltung zeigt, wurden diese Vorhaben bislang jedoch nicht weiterverfolgt. Zunächst sollen die Erfahrungen mit dem Pilotprojekt in Wunstorf ausgewertet werden. „Dass die Region ihre Ausbaupläne vorerst auf Eis gelegt hat, ist nachvollziehbar. Bevor weitere Fahrradtürme gebaut werden, muss nachgewiesen werden, dass das Pilotprojekt in Wunstorf technisch zuverlässig funktioniert, wirtschaftlich tragfähig ist und von den Bürgerinnen und Bürgern angenommen wird. Diese Nachweise stehen bislang noch aus“, so Schlossarek.

„Natürlich unterstützen wir als CDU den Ausbau attraktiver Fahrradabstellmöglichkeiten und eine bessere Verknüpfung von Fahrrad und öffentlichem Nahverkehr. Der Fahrradturm am Bahnhof Wunstorf mag optisch beeindrucken, die bisherige Bilanz kann jedoch nicht überzeugen. Mit Gesamtkosten von 1,8 Millionen Euro, umgerechnet rund 7.400 Euro pro Fahrradabstellplatz und der enttäuschenden Auslastung muss die Region nun kritisch prüfen, ob das Konzept etwas taugt. Die Region darf nicht weitere Millionenprojekte anschieben, bevor nachgewiesen ist, dass sie von den Bürgerinnen und Bürgern tatsächlich angenommen werden“, erklärt Rolf-Axel Eberhardt, Wunstorfer Regionsabgeordneter der CDU-Fraktion Region Hannover, abschließend.

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