Barsinghausen. Mit großer Bestürzung reagiert die Stadt Barsinghausen auf die jüngsten russischen Angriffe auf ihre ukrainische Partnerstadt Kovel. In der Nacht wurden nach offiziellen Angaben strategisch wichtige Infrastrukturpunkte getroffen, darunter Eisenbahnanlagen sowie Versorgungsnetze. Die Situation vor Ort bleibt angespannt: Weite Teile der Stadt sind von Stromausfällen betroffen, zudem wurden erhebliche materielle Schäden gemeldet. Nach bisherigem Kenntnisstand kamen glücklicherweise keine Menschen schwer zu Schaden, dennoch sind die Auswirkungen auf Versorgung und Sicherheit gravierend.
Bürgermeister Henning Schünhof zeigte sich tief betroffen von den Nachrichten aus der Ukraine. „Die Meldungen aus Kovel machen uns traurig und wütend zugleich. Wir beobachten die Entwicklung mit großer Sorge und wissen, dass unsere Partnerinnen und Partner dort derzeit unermessliches Leid erfahren“, erklärte er. Gerade in dieser Situation sei es wichtig, ein klares Zeichen der Solidarität zu setzen.
Hilfstransport bereits vor Eskalation angekommen
Mit besonderer Erleichterung blickt die Stadtverwaltung auf einen kürzlich versandten Hilfstransport zurück, der noch vor der jüngsten Eskalation in Kovel eingetroffen ist. Insgesamt 33 Paletten mit dringend benötigten Lebensmitteln, Kleidung und medizinischem Material wurden in die Partnerstadt gebracht.
„Dass wir diesen Transport rechtzeitig auf den Weg bringen konnten, erfüllt uns mit Dankbarkeit“, so Schünhof. „Er steht sinnbildlich dafür, dass Barsinghausen nicht nur Anteil nimmt, sondern konkret hilft – auch wenn uns die aktuellen Bilder aus der Ukraine sehr nahegehen.“
Unterstützung soll fortgesetzt werden
Die Stadt Barsinghausen ruft die Bürgerschaft weiterhin zur Unterstützung auf. Über weitere Hilfsaktionen und Spendenmöglichkeiten will die Verwaltung fortlaufend informieren. Ziel sei es, Kovel nicht nur kurzfristig in der akuten Notlage zu unterstützen, sondern der Partnerstadt auch langfristig zur Seite zu stehen – sowohl mit praktischer Hilfe als auch mit menschlicher Verbundenheit.
Bereits seit Beginn der russischen Invasion engagiert sich Barsinghausen für Kovel. Die Unterstützung reicht von freiwilligen Spendenaktionen und organisierten Hilfstransporten bis hin zu kulturellem Austausch und kommunaler Zusammenarbeit. Diese Solidarität wolle man auch in Zukunft fortsetzen.

